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Video

Digitalministerin Dorothee Bär will Programmieren in die Grundschulen bringen

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung. (Foto: dpa)

Mit dem neuen Video-Format Changerider wollen Philipp Depiereux und t3n den Menschen die Angst vor der Digitalisierung nehmen. Der erste Interviewgast: Digitalministerin Dorothee Bär.

Pioniergeist statt Panik, Mut statt Angst, Erfolgsgeschichten statt Negativbeispiele – Changerider ist ein Talk im Tesla, ein Format, in dem Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erzählen, wie sie den Wandel gestalten, die digitale Transformation vorantreiben und das Land und seine Menschen nach vorne bringen.

Philipp Depiereux und t3n treffen die Gestalter der Zukunft

„Wir haben kein technisches Problem, wir haben auch kein Erkenntnisproblem, sondern wir haben ein Umsetzungsproblem.“ (Dorothee Bär)

Als Premierengast hat Dorothee Bär neben Philipp Depiereux im Tesla Platz genommen, um gemeinsam Aufbruchsstimmung für die Gestaltung des zukünftigen Wandels zu verbreiten. Als Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung will sie Deutschland in die „digitale Champions League“ führen.

Philipp Depiereux spricht mit Dorothee Bär über den (digitalen) Wandel in Deutschlands Wirtschaft und Gesellschaft. Es geht um den digitalen Staat („Wir müssen bei uns selbst anfangen“), wie auch um digitale Bildung und Kindererziehung („Ich habe den Anspruch, dass man in der Grundschule bereits anfängt, den Kindern Grundzüge im Programmieren beizubringen“), über Panikmache und Aufbruchsstimmung („Mein wichtigstes Anliegen – und es heißt hier ja Changerider – ist es, den ‚Change‘ auch in die Köpfe bekommen und ich lade jeden in mein Büro ein, der Lust hat, die Zukunft zu gestalten“) sowie über die Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen („Ich habe noch im Jahr 2018 die Frage gestellt bekommen, wie es ist, jetzt als Frau so ein wichtiges Thema zu verantworten“) – und über ein Scheitererlebnis und ihren Jugendschwarm.

Dorothee Bär erklärt ihre Digitalstrategie

Das Anliegen des Changerider ist es, ein Zeichen gegen den Trend der Schwarzmalerei bei der digitalen Transformation zu setzen. Philipp Depiereux beschäftigt sich als Gründer und Geschäftsführer der Digitalberatung und Startup-Schmiede Etventure bereits seit Jahren mit der Gestaltung des digitalen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. Sein Fazit: „Wenn es um Digitalisierung und Innovation geht, wird in Deutschland viel zu häufig nur kritisiert und auf die Schwachstellen verwiesen. Das ist wie ein Wettbewerb in Schwarzmalerei. Da ist es kein Wunder, wenn die Menschen mit Sorge auf die Veränderungen blicken. Mit dem Changerider wollen wir das ändern.“

Als weitere geplante Gäste werden unter anderem Fabian Kienbaum (CEO Kienbaum Consultants), Gisbert Rühl (CEO Klöckner), Heinz Dürr (ehemaliger CEO AEG und Deutsche Bahn), Julie Teigland (Regional Managing Partner bei EY für Deutschland, Österreich und die Schweiz), Rolf Hollander (ehemaliger CEO Cewe Color) oder Ulrich Schäfer (Autor von „Deutschland digital“) bei Changerider in den Tesla einsteigen.

Auf der Website Changerider kannst du außerdem deine Wunschgäste für einen „Talk im Tesla“ nominieren und Fragen einsenden.

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2 Reaktionen
Wolfram Domay

Hallo,

ich bin Lehrer... Womit wir - und da stimme ich mit 90% der Kollegen überein - am meisten zu kämpfen haben, ist, dass die Kinder ab der 5. Klasse nicht über die wichtigsten Grundkompetenzen verfügen, um überhaupt konzentriert einem Unterricht folgen zu können. Die Sportlehrer sprechen von "Bewegungslegasthenikern", die in erschreckendem Maße zunehmen. Meine Frau ist Kinderärztin und erzählt von stolzen Eltern Dreijähriger, die das Smartphone bedienen, aber keine Dreiwortsätze bilden können.

Es ist offensichtlich, dass die meisten Defizite davon verursacht werden, dass sich die meisten Kinder viel zu früh viel zu viel mit digitalen Medien beschäftigen.

Im Kindergarten- und Grundschulalter müssen Kinder ganz andere Kompetenzen erwerben als Programmieren zu lernen!

Die beste Medienpädagogik ist die, die es schafft, Kindern und Eltern beizubringen, dass bis zum Alter von 12 Jahren die Beschäftigung mit digitalen Medien völlig überflüssig ist und viel mehr schadet als nützt, und dass die körperlichen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten erst dann überhaupt soweit entwickelt sind, dass ein Programmierunterricht irgendeinen Sinn ergeben KANN!

Eine höhere Macht beschütze uns vor dem Unsinn, Absatzprogramme für die IT-Industrie in den Schulen durch Lobbyismus bei der Politik durchzusetzen, und wende den so entstehenden, immensen und unumkehrbaren Schaden von unserem Land ab!!!!!!

Übrigens: In meinem Unterrichtsraum an einer hessischen Schule gibt es ein Smartboard. Die Beamerlampe ist kaputt und flimmert so, dass man epileptische Anfälle befürchten muss. Für den Austausch der Lampe ist kein Geld da und sind auch keine Mittel vorgesehen. Eine Anpassung der Soft- und Hardware kann nicht erfolgen, weil ein Lehrer dies nebenbei (gut, er bekommt dafür 90 Minuten in der Woche) für eine Schule mit 1.200 Schülerinnen und Schülern erledigen muss...

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Oliver-K

Hallo,

das Vorhaben finde ich klasse und muss einfach unterstützt werden! Im Vergleich zu den anderen Ländern ist mir auch noch aufgefallen, dass die Netzabdeckung in Deutschland auch noch sehr hinterherhinkt. Des Weiteren kann man in Estland teilweise komplett bargeldlos zahlen. Viele Bekannte berichten davon, dass diese einfach per Smartphone im Supermarkt zahlen.
Wenn unsere Kinder programmieren in der Grundschule lernen, dann können wir die nächsten Jahre doch vielleicht noch auf die vorderen Stufen kommen (was Technologie angeht).

Beste Grüße
Oliver von Firmenpartnerschaft.com

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