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E-Commerce

Checkrobin attackiert DHL und Co.: Österreichischer Crowd-Delivery-Dienst bald auch in Deutschland

Crowd-Delivery wird alltäglich. (Screenshot: Checkrobin.com)

Crowd-Delivery funktioniert. Der österreichische Anbieter checkrobin macht es vor: mit mehr als 40.000 gelieferten Sendungen in ganz Österreich. Bald kommt checkrobin nach Deutschland – Grund genug für uns, euch den Dienst vorzustellen.

Crowd-Delivery taucht immer wieder als eines von vielen möglichen Konzepten auf, wenn es um die Zukunft der Logistik geht. Meistens als Pilotprojekt eines Startups oder eines großen Logistik-Unternehmens. Der österreichische Crowd-Delivery-Anbieter „checkrobin“ dagegen ist über den Pilot-Status weit hinaus mit nach eigenen Angaben über 8.000 registrierten Teilnehmern und mehr als 40.000 unbeschädigt zugestellten Sendungen – seit Juni 2013.

(Screenshot: Checkrobin.com)
Checkrobin will Crowd-Delivery alltagstauglich machen. (Screenshot: checkrobin.com)

Crowd-Delivery-Prinzip: Schnelle, bezahlbare Zustellungen durch den „Mitnahme-Effekt“

Das Prinzip bei Zustellungen durch die Crowd basiert meist auf der Idee, Nutzer dazu zu animieren auf den von ihnen zurückgelegten Strecken noch gleichzeitig ein Paket mit zu befördern. So kann jemand der gerade auf dem Weg zur Arbeit ist, unterwegs auf der Wegstrecke ein Paket bei Person A einsammeln und bei Person B auf der selben Strecke wieder abliefern. Nebenbei ein Paket mitzunehmen soll dem Zusteller so möglichst wenig Arbeit verursachen und dem Versender eine schnelle und günstige Gelegenheit für den Versand seiner Sendung bieten.

Checkrobin: So funktioniert der Crowd-Delivery-Dienst

Der österreichische Crowd-Delivery-Dienst checkrobin bezeichnet sich als „Beförderungsplattform“ für Fahrer und Sender. Neben dem Gründer Hannes Jagerhofer und dem Gastronomen Attila Dogudan ist laut Location Insider auch der Ex-Rennfahrer Niki Lauda an checkrobin beteiligt.

Neben der Website checkrobin.com steht noch eine App für BlackBerry, Android und iOS zur Verfügung. Die App muss zur Beförderung von Sendungen zwangsweise genutzt werden, da die Sendungsverfolgung über die App realisiert wird. Wer nur Sendungen aufgeben will, kann auch nur die Website nutzen.

Vom Pass bis zum Kühlschrank, so bewirbt der österreichische Anbieter es, kann alles zum Versand aufgegeben werden, die Sendung muss nur im Portal korrekt beschrieben werden, um dem Fahrer alle nötigen Informationen zu liefern. Der erste Schritt ist also das Eintragen der Sendung beziehungsweise das Auffinden eines passenden Fahrers. Im zweiten Schritt holt entweder der Fahrer die Sendung beim Sender ab oder die Sendung wird zum Sender gebracht. Der Fahrer entscheidet beim Einstellen seiner Fahrt, ob die Abholung mit zum Angebot gehört oder nicht. Während der Fahrt kann dann über Geo-Tracking der Sendungsverlauf verfolgt werden. Über das interne Nachrichtensystem des Anbieters können Sender und Fahrer miteinander kommunizieren.

Die beförderten Sendungen sind mit einem Selbstbehalt von 50 Euro bis zu einer Summe von 500 Euro versichert, die Versicherung ist automatisch und ohne Aufpreis bei jeder Sendung enthalten, enthält jedoch auch Deckungsausschlüsse: beispielsweise Schäden beim Be-, Ent- und Umladen sind nicht gedeckt, genauso wie das Verlieren oder Vergessen der Sendung.

Wie wird das bezahlt …

Die Preispanne, die ein Robin, wie der Anbieter seine Nutzer nennt, für die Beförderung einer Sendung verlangen kann, liegt zwischen neun und 29 Euro. Ausnahmen sind XXL-Zustellungen mit bis zu 500 Euro und Zustellungen unterhalb von 60 Kilometern Entfernung: Dann können nur 0,42 Euro pro gefahrenem Kilometer berechnet werden. Bieter der Fahrer keine Abholung oder Zustellung an die Haustür an, ist der Betrag zusätzlich auf 15 Euro beschränkt. Die Bezahlung erfolgt in bar, entweder beim Sender oder beim Empfänger – je nach Vereinbarung. Der Anbieter checkrobin.com bekommt zusätzlich eine Provision von 2,90 Euro pro beförderter Sendung. In der momentan noch andauernden Anfangsphase verzichtet der Anbieter noch auf seine Provision.

… und wer soll so etwas nutzen?

Eine Nutzung als Ersatz für den klassischen Paketdienst ist eine Möglichkeit, die Zustellung ist theoretisch innerhalb weniger Stunden denkbar und so auch preislich vergleichbar mit Express-Lieferungen der Paketdienste. Im Moment arbeitet Checkrobin an der Integration der Dienstleistung in eine Kleinanzeigen-App und will sich auch für den Handel öffnen. In diesem Fall geht der Gründer im Gesräch mit dem Blog „Location Insider“ davon aus, dass Sendungen auch vom Handel quersubventioniert werden könnten.

Die Beispiele auf der Website zeigen aber, dass bisherige Sendungen oft außergewöhnliche Beförderungsfälle waren: vergessene Koffer in den Urlaub nachliefern, den Hund oder die neue Couch nach Hause liefern lassen oder eben ein klassischer Same-Day-Delivery-Fall: das Lastminute-Weihnachtsgeschenk am 24. Dezember.

Checkrobin: Bald auch in Deutschland

Wie Location Insider im Gespräch mit checkrobin-Gründer Hannes Jagerhofer erfahren durfte,  hat sich checkrobin für das nächste Jahr auch den Start in Deutschland vorgenommen: zuerst auf der Strecke Hamburg-Berlin.

Würdet ihr Checkrobin nutzen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

via locationinsider.de

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2 Reaktionen
Yannick

Eine Frage stellt sich mir: Wie verhält es sich, wenn jemand auf die Idee kommt einfach mal Drogen/andere illegale Dinge zu verschicken und der Fahrer ungünstiger weise angehalten wird?

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André

Geniale Idee... Probieren würden wer es bestimmt mal ;)

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