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Chia: Warum die Bitcoin-Alternative besser für die Umwelt sein soll

Logo Chia. (Bild: Chia.net)

Bittorrent-Erfinder Bram Cohen will mit Chia gleich mehrere Probleme von Bitcoin lösen: Die Kryptowährung soll deutlich weniger Strom verschlingen und gleichzeitig sicherer sein.

Chia: Eine grüne Alternative zu Bitcoin?

Am gestrigen Mittwoch, den 8. November 2017, erreichte Bitcoin zwischenzeitlich den neuen Höchstwert von mehr als 7.800 US-Dollar. Der anhaltende Erfolg der Kryptowährung ruft allerdings auch Kritiker auf den Plan. Zunehmend wird der extrem hohe Energieverbrauch beim Mining problematisiert. Genau dieses Problem will Bram Cohen, der Erfinder der Bittorrent-Protokolle, jetzt mit einer neuen Kryptowährung namens Chia lösen. Die soll, ganz nebenbei, auch besser gegen eine mögliche Zentralisierung geschützt sein.

Chia basiert wie Bitcoin auf einer Blockchain. Im Gegensatz zum Investoren-Darling werden die einzelnen Blöcke bei Chia jedoch nicht durch komplizierte, rechenintensive und damit letztlich nicht sonderlich umweltfreundliche Berechnungen generiert. Chia setzt vielmehr auf eine Kombination aus zwei Techniken: dem Proof of Space und dem Proof of Time. Beim Proof of Space werden Speicher-Funktionen genutzt statt CPU-gebundene Funktionen wie bei Bitcoin. Der Vorteil: Speicher ist billig und der Stromverbrauch ist ungleich niedriger.

Das System an sich wäre, so Cohen, allerdings anfällig für mögliche Angriffe. Daher soll Chia zwischen Proof of Space und Proof of Time alternieren. Beim Proof of Time handelt es sich um einen überprüfbaren Verzögerungsalgorithmus. Bei Chia soll der Anfang jedes Blocks mittels eines Proof of Space erstellt und anschließend mit Hilfe des Proof of Time finalisiert werden.

Chia soll 2018 erscheinen

Derzeit gibt es außer der grundlegenden Erklärung des Prinzips von Chia noch nicht viel zu sehen. Cohen soll Seed-Investment erhalten haben, über deren Höhe er jedoch Stillschweigen bewahrt. Im zweiten Quartal 2018 soll es einen ersten Token-Sale geben. Die eigentliche Kryptowährung wird, so der derzeitige Planungsstand, erst Ende 2018 verfügbar sein. Dann wird sich zeigen müssen, ob die Währung halten kann, was sie verspricht und ob Investoren überhaupt Interesse daran zeigen, eine umweltfreundlichere Kryptowährung zu unterstützen.

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