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Analyse

Go East: Wie deutsche Unternehmen in China Erfolge feiern

Verena Hubertz und Mengting Gao haben Kitchen Stories 2013 gegründet. (Foto: Kitchen Stories)

„Made in Germany“ zieht in China nicht nur im E-Commerce. Auch mit Marketing, Koch-Videos und Hotel-Apps punkten deutsche Firmen im Reich der Mitte.

Manchmal braucht es keine ausführlichen Marktstudien, sondern Bauchgefühl, um Erfolg zu haben. So war es zumindest bei Mengting Gao und Verena Hubertz. Als die beiden Gründerinnen ihre App Kitchen Stories 2015 veröffentlichten, überlegten sie, in welchen Sprachen sie verfügbar sein sollte. Sie entschieden sich für zwölf Sprachen – „teils auch nach Bauchgefühl“, wie Hubertz rückblickend erzählt. Eine Sprache: Chinesisch.

Zwei Jahre später lässt sich konstatieren, dass die beiden Gründerinnen mit ihrer Wahl die richtige Entscheidung getroffen haben: Mittlerweile kommt gut jeder dritte Nutzer aus Fernost, insgesamt zählt das Berliner Startup dort fünf Millionen Downloads. „Mit dem Interesse aus China haben wir nicht gerechnet“, sagt Hubertz. „Wir mussten ausprobieren, was funktioniert und was nicht.“

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Kitchen Stories ist nur ein Beispiel dafür, wie deutsche Unternehmen auf dem chinesischen Markt durchstarten. Auch die Hotel-App Conichi und das Adtech-Startup Adjust haben das Reich der Mitte für sich entdeckt. Sie lockten vor allem zwei Faktoren: die Größes des Landes – und die Schnelligkeit der digitalen Entwicklung. „Die Chinesen sind im Umgang mit mobilen Geräten sehr viel weiter als wir“, sagt Waldmann. So sei das Smartphone ein „integrativer Bestandteil“ des Lebens: Während es in Deutschland als unhöflich gilt, das Handy beim Essen auf den Tisch zu legen, gehört es in China dazu.

China und die Great Firewall

Adjust hat im Januar eine offizielle Niederlassung in China eröffnet. Aktiv ist die Berliner Adtech-Firma dort aber schon viel länger. Die ersten Kunden kamen auf das Unternehmen zu, als es sich noch hauptsächlich auf Japan fokussierte. Erst als die Zahl der Kunden anwuchs, trat es auch offiziell in den Markt ein. Aus gutem Grund: „Der Eintritt in den chinesischen Markt braucht Zeit“, sagt Gründer Christian Henschel. „Das ist kein schneller Sieg.“

„Der Eintritt in den chinesischen Markt braucht Zeit. Das ist kein schneller Sieg.“

Denn der chinesische Markt ist nicht ganz einfach. Die Kultur unterscheidet sich, Geschäfte werden anders gemacht, auch die Sprache stellt ab und an eine Hürde dar. Und durch die „Great Firewall“ laden Websites, die nicht in China gehostet werden, sehr viel langsamer. Die gute Nachricht: Wenn die chinesischen Kunden das Produkt interessiert, nehmen sie diese Wartezeiten durchaus in Kauf.

Mit welchen Strategien die deutschen Unternehmen den chinesischen Markt erobert haben, lest ihr in der t3n 48. Die neue Ausgabe könnt ihr hier erwerben.

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