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Internetzensur: Seit 2015 hat China 13.000 Websites geschlossen

(Foto: Shutterstock.com)

Chinesische Behörden haben seit 2015 insgesamt 13.000 Websites geschlossen. Außerdem sollen im selben Zeitraum zehn Millionen Nutzerkonten gesperrt worden sein.

China: 13.000 gesperrte Websites seit 2015

In den vergangenen drei Jahren haben chinesische Behörden 13.000 Websites abgeschaltet. Das geht aus einem offiziellen Regierungsbericht hervor. Außerdem sollen etwa 10.000 Millionen Nutzerkonten gelöscht worden sein. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua stehen die Löschungen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Gewalt und Pornografie. Belege dafür gibt es allerdings nicht.

Internetzensur in China: 13.000 Websites wurden in den letzten Jahren geschlossen. (Foto: Jose Gil / Shutterstock.com)

China gehört zu den Ländern mit den schärfsten Internet-Gesetzen der ganzen Welt. Die Internet-Angebote von Firmen wie Google, Facebook oder Twitter sind in dem Land nicht verfügbar. 2017 wurden die bereits äußerst strengen Regeln noch weiter verschärft und mittlerweile dürfen Nutzer nur noch Internet-Kommentare verfassen, wenn sie sich gegenüber dem jeweiligen Anbieter eindeutig identifizieren.

Unter den gelöschten Websites dürften sich auch einige VPN-Anbieter befinden

Zu Beginn 2017 hatten chinesische Behörden angekündigt, härter gegen VPN-Anbieter vorzugehen. Im Laufe des Jahres kam es dann auch tatsächlich immer wieder zu Schließungen und Verhaftungen. Mitte Dezember 2017 wurde beispielsweise ein Betreiber eines solchen Dienstes zu einer mehr als fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. VPN-Dienste lassen sich nutzen, um Chinas strenge Internetzensur zu umgehen. Warum solche Dienste beliebt sind, zeigt der Fall des chinesischen Bloggers und Aktivisten Wu Gan, der wegen seiner kritischen Internet-Beiträge zu acht Jahren Haft verurteilt wurde.

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