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China soll hinter iPhone-Spionage stecken

iPhone. (Foto: Shutterstock)

Hinter der mindestens zwei Jahre währenden Hacker-Attacke gegen iPhone-Nutzer soll China stecken. Der Hack soll auf muslimische Uiguren abgezielt haben. Auch Windows und Android waren im Visier.

In der vergangenen Woche hatten Google-Forscher Details zu einer massiven Sicherheitslücke in Apples iOS veröffentlicht, die über zwei Jahre hinweg Hacker-Angriffe in großem Ausmaß ermöglicht haben soll. Die Angreifer konnten den Aufenthaltsort, Fotos und Nachrichten von iPhone-Nutzern abgreifen, nachdem diese entsprechend präparierte Websites besucht hatten. Jetzt legt ein Techcrunch-Bericht nahe, dass China hinter der Attacke steckt.

iPhone-Attacke: Uiguren in China im Visier

Demnach soll es sich bei der iPhone-Spionage um einen staatlichen Angriff auf muslimische Uiguren in China gehandelt haben, wie nicht näher genannte Insider der Tech-Website gesagt haben. Schon die Google-Forscher hatten davon gesprochen, dass die Attacken auf „bestimmte Communities“ abgezielt hätten. Außerdem hieß es in dem Bericht, dass dahinter relativ unerfahrene Programmierer einer Regierungsbehörde gesteckt haben dürften. Die iPhone-Attacke sei vergleichsweise stümperhaft umgesetzt worden.

Apple hatte die Sicherheitslücke im Februar in seinem Update auf iOS 12.1.4 geschlossen – nach einem Hinweis von Google. An die Öffentlichkeit war die Information über die Angriffsmöglichkeit aber erst Ende August gelangt. Mit der Schadsoftware hatten sich auch Nicht-Uiguren infiziert, die die entsprechenden Websites besucht hatten. Das FBI soll Google daher aufgefordert haben, die Seiten aus dem Index der Suchmaschine zu entfernen, um weitere Infektionen zu verhindern. Diese Information eines von Techcrunch zitierten Insiders wollten aber weder Google noch das FBI bestätigen.

Angriffe auch auf Windows- und Android-Nutzer

Die Websites sollen jedenfalls Tausende Besucher pro Woche gehabt haben. Wie Forbes berichtet, sollen zudem nicht nur iPhone-, sondern auch Android- und Windows-Nutzer im Visier der Angreifer gestanden haben. Das legt nahe, dass die Angriffe auf die Uiguren größer angelegt gewesen sein dürften als bisher angenommen. Die Angriffe sollen Insidern zufolge im Laufe der zwei Jahre angepasst worden sein, um dem geänderten Nutzungsverhalten der Uiguren zu entsprechen. Welche Websites konkret betroffen waren, hat Google nicht verraten. Auch die aktuellen Berichte geben dazu keinen Hinweis.

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