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China: Ökonom prophezeit 100 Millionen neue Jobs durch KI

KI und Automatisierung: Viele Jobs in Fabriken gehen verloren. (Foto: humphery/Shutterstock.com)

China ist in puncto künstliche Intelligenz schon jetzt weit vorn. In den kommenden Jahren könnte die Automatisierung dem Land zu einer Wirtschaftsexplosion verhelfen, meint ein Ökonom.

Derzeit liefern sich die USA, China und Europa ein Wettrennen um die Entwicklung der leistungsstärksten künstlichen Intelligenz (KI). Der Chefökonom der Unternehmensberatung Pricewaterhousecoopers (PWC) in Großbritannien, John Hawksworth, hat in einer Reihe von Untersuchungen die Auswirkungen von Automatisierung und KI-Anwendungen in China berechnet. Das Ergebnis: Dank der Automatisierung könnte Chinas Wirtschaftswachstum in den kommenden zwei Jahrzehnten um 20 Prozent zulegen, die USA dagegen nur um 15 Prozent.

Künstliche Intelligenz: Arbeitsplätze in der Produktion gehen verloren

Dazu müsste die Pekinger Regierung allerdings etwa den Übergang zu automatisierten Lieferketten hinbekommen, berichtet Businessinsider. Außerdem müssten die Arbeiter des Riesenreiches entsprechend umgeschult werden. Denn laut Prognosen werden viele Arbeitsplätze in der Produktion verlorengehen. Massenentlassungen sollen aufgrund der Sorge vor sozialen Unruhen möglichst vermieden werden. Als Schlüsselbereiche für neue Jobs der Zukunft sieht Hawksworth insbesondere Bildung, Altenpflege und Dienstleistungen.

Den Berechnungen des PWC-Ökonomen zufolge könnten in den Bereichen Dienstleistungen, Bauindustrie, Fertigung und Landwirtschaft bis 2037 rund 204 Millionen Arbeitsplätze verlorengehen. Zugleich würden aber 297 Millionen neue geschaffen – vor allem im Bereich Dienstleistungen, wo unter dem Strich 97 Millionen zusätzlich geschaffene Arbeitsplätze stünden. In der Landwirtschaft werden dagegen in den kommenden 20 Jahren netto 22 Millionen Arbeitsplätze verlorengehen, wenn Hawksworths Prognosen einträfen.

Interessant wird sein, zu beobachten, ob China mit seiner Marktwirtschaft nach Plan die Herausforderungen von Digitalisierung und Automatisierung besser in den Griff bekommen wird als etwa die USA, die auf die Innovationskraft ihrer freien Wirtschaft setzen. Chinas Staatschef Xi Jinping hat jedenfalls im Vorjahr angekündigt, dass China bis 2030 die Nummer eins im Bereich künstliche Intelligenz werde.

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