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China will unabhängiger von US-Konzernen werden und fördert eigene Halbleiter-Industrie

China will autonomer werden. (Grafik: Shutterstock)

China legt eine zweite Runde seines „National Big Fund“ auf und will mit umgerechnet rund 29 Milliarden US-Dollar die Halbleiter-Industrie der Volksrepublik ausbauen.

Mit den nun angekündigten Investitionsmitteln will China die eigene Halbleiter-Industrie stärken, so die chinesische National Business Daily. Im Nebeneffekt kann damit die Abhängigkeit von ausländischen, vor allem US-amerikanischen Chip-Zulieferern reduziert werden. Immerhin hatte die Volksrepublik im vergangenen Jahr Halbleiter im Gegenwert von rund 312 Milliarden Dollar aus dem Ausland zugekauft. Soviel hatte China nicht einmal für Rohöl-Importe ausgegeben.

Big Fund erstmals in 2014 aufgelegt

Auch wenn die Ankündigung im zeitlichen Umfeld des Handelsstreits mit den USA erfolgt, so ist dieser doch nicht der alleinige Grund für Chinas Vorgehen. Ein Fonds in ähnlicher Größenordnung und mit gleichem Ziel wurde bereits im Jahr 2014 ins Leben gerufen.

Diese erste Phase des Big Fund hat inzwischen in 23 Halbleiter-Unternehmen investiert, darunter sowohl Chiphersteller, wie auch reine Chipdesigner und Hersteller von Materialien für die Halbleiterfertigung.

Made in China 2025: Regierung will innovative Technologien im Land vorhalten

Ziel der chinesischen Regierung unter Xi Jinping ist es, Schlüsseltechnologien in eigenen Händen zu halten, um ausländische Einflüsse möglichst ausschließen zu können. Gleichzeitig will die Regierung „Made in China“ als Prädikat etablieren, wozu der Zugriff auf innovative Technologien als unabdingbar gesehen wird.

Wesentlicher Geldgeber im Big Fund ist das chinesische Finanzministerium. Zudem sind staatliche Konzerne und Bezirksregierungen in unterschiedlichem Ausmaß involviert. Insgesamt 27 Organisationen stehen hinter der Phase Zwei des nationalen Förderprogramms.

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