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Chinesische Investoren stürzen sich auf afrikanische Fintechs

Afrikas Fintechs im Investoren-Visier. (Foto: O-Pay)

Afrikanische Fintechs stehen zunehmend im Visier von Investoren aus den USA und China. Allein im November sollen 360 Millionen US-Dollar in auf Nigeria fokussierte Payment-Startups geflossen sein.

Nigeria ist nicht nur das bevölkerungsreichste Land Afrikas, sondern seit einigen Jahren auch die größte Volkswirtschaft des Kontinents. Kein Wunder, dass dort auch die sogenannten Fintechs boomen. Das zieht internationale Investoren an – darunter aus den USA und vor allem aus China. Im November haben Fintechs mit Fokus auf den nigerianischen Markt satte 360 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt, wie Techcrunch schreibt.

2 afrikanische Fintechs sammeln Millionen

Diese Summe entspricht in etwa einem Drittel der gesamten Venture-Capital-Investitionen in Afrika während des vergangenen Jahres. Fast die Hälfte der im November verzeichneten Investitionen stammte dabei aus China – nämlich genau 170 Millionen Dollar. Im Fokus der chinesischen Investitionen standen die beiden Payment-Startups Palmpay und O-Pay. Palmpay konnte 40 Millionen Dollar einsammeln. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von dem chinesischen Gerätehersteller Transsion, der auch als Investor für afrikanische Startups auftritt.

Im Rahmen der Transsion-Investition ist Palmpay mit dem Großinvestor eine strategische Partnerschaft eingegangen, in deren Rahmen die Payment-App auf den in Afrika populären Tecno-Smartphones des Herstellers vorinstalliert sein wird. Palmpay, das zu Afrikas größter Plattform für Finanzdienstleistungen aufsteigen will, plant in den kommenden Monaten zudem die Expansion nach Ghana sowie weiteren afrikanischen Ländern.

O-Pay konnte in einer Series-B-Finanzierungsrunde sogar 120 Millionen Dollar einsammeln, wie es bei Techcrunch heißt. Einige Monate zuvor hatte das Fintech schon 50 Millionen Dollar an Investitionen bekommen. Hinter O-Pay stehen unter anderem der ehemals norwegische und jetzt zu einem chinesischen Konsortium gehörende Browserhersteller Opera Software sowie neun weitere chinesische Investoren. O-Pay will mit dem Geld nach Kenia, Südafrika sowie Ghana expandieren. Neben O-Pay existieren unter dem Firmendach weitere Dienste wie O-Ride, O-Car sowie O-Food.

Interswitch ist wertvollstes Tech-Startup Afrikas

Das afrikanische Fintech mit der größten Bewertung dürfte aber Interswitch sein. Der US-Bezahlanbieter Visa war laut Sky News im November mit 20 Prozent bei dem nigerianischen Startup eingestiegen. Seit dem Visa-Einstieg ist Interswitch eine Milliarde Dollar wert – und damit das wohl einzige Tech-Startup mit einer Milliardenbewertung. Das 2002 gegründete Unternehmen will Mitte 2020 an die Börse. Das bis zum Frühjahr wertvollste Tech-Startup Jumia (ein früher zu Rocket Internet gehörender Amazon-Klon) war nach dem Börsengang im April dieses Jahres unter die Marke von einer Milliarde Dollar gerutscht.

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