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Das chinesische Startup Nio will Elektroautos in Deutschland verkaufen

Der ES8 ist seit Ende Juni in China erhältlich – und vielleicht 2020 auch in Deutschland. (Foto: Nio.io)

Der Tesla-Konkurrent aus China will so früh wie möglich nach Europa expandieren – möglichst innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre.

Im Gespräch mit der Welt am Sonntag hat Nio-Gründer William Li bestätigt, möglichst bald in Europa seine Elektroautos verkaufen zu wollen. Das Ziel: In zwei bis drei Jahren sollten die ersten Autos in Deutschland erhältlich sein.

Bisher sind die Elektroautos des chinesischen Startups Nio nur in China zu kaufen und werden auch dort produziert. Die Entwicklung läuft allerdings verteilt über den Globus – die Software kommt aus dem Silicon Valley, das Design aus München. Dort hat Nio aktuell 140 Mitarbeiter. Forschung, Fertigung und Vertrieb finden am Hauptsitz in Shanghai statt.

Li hält nichts von Teslas Strategie

Die Strategie seines Konkurrenten Tesla hält Li nicht für erfolgversprechend: „Tesla ist eine großartige Firma, aber ich sehe nicht, wie sie Autos im Silicon Valley produzieren wollen“, sagte Li der Welt am Sonntag. Das sei einfach zu teuer wegen zu hoher Lohnkosten. Außerdem fehle die Zuliefererkette. Tesla plant aktuell allerdings auch ein Werk in Schanghai.

Li hat Nio im Jahr 2014 gegründet, das Startup hieß da noch Nextev. Zu Nios Investoren gehören vor allem chinesische Internet-Unternehmen, zum Beispiel Tencent. Außerdem subventioniert der chinesische Staat die Entwicklung von Elektroautos.

Das aktuelle Modell, der Elektro-SUV ES8, konnte seit Dezember 2017 per App vorbestellt werden und ist seit Ende Juni erhältlich – aber eben erstmal nur in China. Bis Ende September sollen 10.000 Stück ausgeliefert werden. Bis 2023 will Nio eine halbe Million Modelle pro Jahr ausliefern  – dann wohl auch längst auf dem deutschen Markt.

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