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Chipdesigner ARM macht trotz US-Sanktionen weiter Geschäfte mit Huawei

Der neue Kirin basiert ebenfalls auf ARM-Lizenzen. (Grafik: HUawei)

Anlässlich einer Konferenz mit Vertretern von ARM, Huawei und Hisilicon hat Chipdesigner ARM bestätigt, die Geschäftsbeziehungen zu Huawei trotz der US-Sanktionen nie eingestellt zu haben. Auch weiterhin sehe man den chinesischen Telekommunikationskonzern als langfristigen Partner.

Wu Xiong Ang von ARM China lässt sich zitieren mit den Worten: „Dieser Vorfall hat uns viel juristisches Wissen beigebracht.“ Im Mai hatte das britische ARM-Mutterhaus noch in einem externen Memo die Anweisung an alle Mitarbeiter erteilt, die Beendigung der Geschäftsbeziehungen zu Huawei vorzubereiten. ARM hatte Bedenken, dass sie von den US-Handelsbeschränkungen betroffen sein könnten, weil einige Chipdesigns im texanischen Austin und im kalifornischen San Jose entwickelt werden.

ARM ist ein britisches Unternehmen und daher nicht betroffen

Offenbar, so ist Wu wohl zu verstehen, hat eine nachfolgende juristische Prüfung erbracht, dass sich ARM als britisches Unternehmen nicht an die US-Beschränkungen halten muss. Wie Liang Quan, Leiter der Marketingabteilung von ARM China, in einer Publikation des chinesischen Informationsministeriums erklärt, habe man dementsprechend „mit Huawei nie gebrochen.“

Für Huawei ist ARM wohl der wichtigste Kooperationspartner. Zwar baut Huawei über seine Tochter Hisilicon als einer der wenigen Hersteller seine Chips selber. Dabei verwendet er mit Cortex und Mali indes ARM-Architekturen, die nicht so leicht zu ersetzen wären.

Das Treffen zwischen Vertretern des britischen ARM-Mutterhauses, seiner chinesischen Dependance und Huawei fand am 25. September im chinesischen Shenzhen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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