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Amerikas bekanntester Startup-Investor schmeißt hin

Uber- und Twitter-Investor Chris Sacca. (Foto: Loic Le Meur / CC BY 2.0)

Mit Investments in Twitter und Uber wurde Chris Sacca steinreich. Jetzt erklärte der Milliardär überraschend seinen Rückzug.

Chris Sacca: „Ich kenne Leute, die das als Lifestyle-Karriere ansehen, aber so bin ich nicht“

Von dem Geld eines der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren der USA werden Startups künftig wohl nicht mehr zehren können. Wie der Milliardär Chris Sacca gegenüber dem Branchendienst Axios erklärte, will er seine Investment-Aktivitäten ab sofort stoppen. Er fühle sich nicht länger im Stande, die von ihm finanzierten Unternehmen in einem angemessenen Zeitrahmen zu betreuen. „Der einzige Weg, den ich kenne, so etwas zu tun, ist Vollzeit“, sagte der zweifache Familienvater.

Starinvestor Chris Sacca auf der SXSW in Austin. (Foto: Doc Searls, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Von einem Nebenjob als Startup-Investor hält Sacca nichts. Er nehme seine Firmen sehr ernst und fühle sich verpflichtet, ihnen so viel wie möglich zu helfen. „Ich kenne Leute, die damit erfolgreich sind und das eher als Lifestyle-Karriere ansehen, aber so bin ich nicht“, sagte Sacca wörtlich. Der 41-Jährige kündigte an, mit seiner Venture-Capital-Firma Lowercase Capital keine neuen Investments mehr zu tätigen.

Reich durch Twitter, bekannt durch Fernsehen

Reich wurde Sacca durch frühzeitige Investments in Unternehmen wie Twitter, Instagram oder Kickstarter. Auch an Uber, dem derzeit wertvollsten Tech-Unternehmen abseits der Börse, hält der Investor mit vier Prozent einen beträchtlichen Anteil. Das US-Wirtschaftsmagazin Fortune bezeichnete die Venture-Kapital-Firma von Sacca einst als erfolgreichste aller Zeiten.

In den USA wurde Sacca vor allem durch regelmäßige Gastauftritte in der TV-Sendung Shark Tank – Vorbild für die deutsche Variante „Die Höhle der Löwen“ – bekannt. Auf weitere Auftritte will Sacca fortan verzichten. Wie sich der Investor seine persönliche Zukunft in der Branche vorstellt, ließ er offen. Um die bestehenden Startups im Portfolio seiner Venture-Kapital-Firma soll sich der Partner Matt Mazzeo kümmern.

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