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Tod auf Raten: Google erläutert Flash-Blockade im Chrome-Browser

Googles Chrome ist die Nummer eins auf dem Browser-Markt. (Bild: Google)

Google verpasst Flash nun den endgültigen Todesstoß. Das Unternehmen wird HTML5 auf dem Chrome-Browser stufenweise als Standard einsetzen. Adobes Flash wird damit bald Geschichte sein.

Chrome: Google schaltet von Flash stufenweise auf HTML5 um

Im Mai hatte Google angekündigt, Eric Deily in einem Blog-Beitrag schreibt.

Dem Blog-Artikel zufolge wird Google in den kommenden Monaten HTML5 anstelle von Flash als Standard im Chrome-Browser aktivieren. Mit Version 55 des Chrome-Browsers für Desktop-Rechner wird entgegen älterer Berichte nur ein geringer Anteil von Flash auf HTML5 umgestellt. Nur bei einem Prozent aller Chrome-Nutzer soll Flash standardmäßig deaktiviert sein.

Mit Chrome 56 wird Google voll auf HTML5 setzen. (Bild: Google)

Mit Chrome 56 wird Google voll auf HTML5 setzen. (Bild: Google)

Mit der Chrome-Beta 56 wird der Flash-Player bei 50 Prozent aller Nutzer gegen HTML5 ausgetauscht sein. Wenn Chrome 56 im Februar in der finalen Version veröffentlicht wird, ist der Plan, dass Flash bei allen Nutzern deaktiviert sein wird. Flash erfährt im Chrome-Browser gewissermaßen einen Tod auf Raten.

Flash-Player in Chrome muss vom Nutzer künftig aktiviert werden

Durch die Umstellung auf HTML5 kann es durchaus vorkommen, dass auf bestimmten Websites einige Inhalte nicht mehr angezeigt werden, sofern sie nur über einen Flash-Player verfügen. Damit entsprechende Inhalte dennoch weiterhin ausgeführt werden können, müssen Nutzer den Flash-Player, der immer noch im Browser vorhanden ist, auf den jeweiligen Websites manuell aktivieren.

Mit einem Klick könnt ihr bei Bedarf Flash im Chrome-Browser weiterhin aktivieren. (Bild: Google)

Mit einem Klick könnt ihr bei Bedarf Flash im Chrome-Browser weiterhin aktivieren. (Bild: Google)

Damit Nutzer zur Aktivierung auf Seitenbasis nicht jedes Mal in die App-Einstellungen wandern müssen, wird ihnen ab Januar 2017 bei einer Website, die zum ersten Mal besucht wird, angeboten, Flash zu aktivieren. Um User nicht mit diesen Anfragen zu überfrachten, wird Google einen Site Engagement Index einführen, mit dem Nutzerinteraktionen analysiert werden sollen. Ab Oktober 2017 müssen alle Websites bei Nutzern anfragen, ob der Flash-Player aktiviert werden darf. Bis dahin sollten aber allmählich alle Website-Betreiber verstanden haben, dass Flash endgültig am Ende ist.

Bis auf Weiteres werden laut Google folgende Flash-unterstützende Websites auf eine Whitelist gesetzt, da sie zu den meist besuchten Seiten gehören und die Transitionsphase möglichst sanft durchziehen wollen. Die Whitelist verliert nach einem Jahr ihre Gültigkeit wird aber bei Bedarf verlängert.

  • Youtube.com
  • Facebook.com
  • Yahoo.com
  • VK.com
  • Live.com
  • Yandex.ru
  • OK.ru
  • Twitch.tv
  • Amazon.com
  • Mail.ru

Google ist nicht das erste Unternehmen, das sich von Flash-Inhalten verabschiedet: Im vergangenen Jahr hat Facebook Browser-übergreifend auf HTML5 für Videoinhalte umgestellt. Selbst Flash-Entwickler Adobe hat eingesehen, dass es an der Zeit ist, den proprietären Standard an den Nagel zu hängen: Das Unternehmen hat Entwicklern empfohlen, besser mit HTML5 zu entwickeln.

Passend zum Thema: Warum Flash und WordPress das Web unsicherer machen

via venturebeat.com

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Ein Kommentar
Paul
Paul

Völlig idiotisch von Google, Youtube und Facebook auf die whitelist zu setzen, da diese Webseiten ja eben gerade HTML5 so gut wie möglich unterstützen.

Antworten

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