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Chrome: Google blockiert in Zukunft Fingerprinting und website-übergreifende Cookies

Chrome-Sicherheit. (Foto: Shutterstock)

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O angekündigt, Nutzern seines Chrome-Browsers künftig mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben. Die Werbeindustrie fürchtet Einbußen.

Google will seinen Nutzern künftig mehr Kontrolle über ihre Daten geben, wie der Chef des Suchmaschinenriesen Sundar Pichai bei seiner Keynote zum Auftakt der Entwicklerkonferenz I/O erklärte. So soll es etwa einen Inkognitomodus für Maps und die Such-App am Smartphone geben. Ein Hauptaugenmerk legt Google auf seinen Chrome-Browser. Beim Surfen im Internet sollen sich Chrome-Nutzer künftig vor website-übergreifenden Cookies und Fingerprinting besser schützen können.

Chrome zwingt Entwickler zu Cookie-Transparenz

Entsprechende Funktionen sollen in den kommenden Monaten eingebaut werden, wie Google mitteilt. Statt alle Cookies zu blockieren – und damit auch ein unerwünschtes Ausloggen auf allen Seiten in Kauf zu nehmen –, will Google bei Chrome transparenter anzeigen, welche Cookies wofür zuständig sind. Um das zu erreichen, zwingt Google Entwickler künftig dazu, Cookies, die zum Verfolgen der Nutzer über Websites hinweg geeignet sind, genau zu spezifizieren.

Der zugrunde liegende Mechanismus basiert auf dem Samesite-Attribut für Cookies, wie Google erklärt, und soll in den kommenden Monaten für Entwickler verpflichtend sein. Chrome-Nutzer sollen dadurch in der Lage sein, website-übergreifende Cookies zu blockieren, ohne die auf einzelne Domains beschränkten Cookies ebenfalls abschalten zu müssen.

Google nimmt Fingerprinting ins Visier

Ebenfalls im Visier hat Google das sogenannte Fingerprinting – damit können Werbetreibende die Anonymisierungsversuche von Browser-Nutzern durch Cookie-Blockade umgehen. Dabei wird mit verschiedenen Methoden versucht, Nutzer anhand ihres Browsers und entsprechender Einstellungen beim Surfen zu verfolgen, um personalisierte Werbung auszuspielen. Google will dem entgegensteuern, indem Anhaltspunkte für das Wiedererkennen von Chrome-Nutzern verringert werden. Außerdem soll noch aktiver gegen entsprechende Versuche vorgegangen werden.

Die Werbeindustrie ist von der Datenschutzoffensive im Chrome-Browser naturgemäß nicht besonders begeistert. Zumal auch Microsoft erst kürzlich mehr Datenschutz und Privatsphäre für Nutzer seines neuen, auf Chromium basierenden Edge-Browsers angekündigt hat. Werbetreibende befürchten durch die kommenden Einschränkungen Einbußen, wie das Handelsblatt berichtet.

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