Fundstück

Chrome: Microsoft hilft Google bei der Verbesserung der Tab-Verwaltung

Microsoft Edge mit neuem Logo. (Bild: Microsoft)

Entwickler von Microsoft und Google arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der Chromium-Engine. Sichtbarstes Ergebnis der Kollaboration ist ein verbessertes Tab-Management in Edge und künftig auch in Chrome.

Einem aufmerksamen Reddit-Poster ist eine Konversation zwischen dem Google-Entwickler Leonard Grey und dem Microsoft-Teammitglied Justin Gallagher im Chromium-Bugtracker aufgefallen.

Kollegialer Chat zeigt enge Kooperation

Darin erklärt Grey sein Interesse an der Übernahme einer neuen Funktion aus Microsofts Edge-Browser. Dabei handelt es sich um ein in Edge bereits vorhandenes Feature, das es Nutzern erlaubt, mehrere Tabs in ein neues Fenster zu verschieben.

Das Feature gibt es in Chrome bislang nicht. Hier ist es lediglich möglich, ein Tab in ein neues Fenster zu bewegen. „Wenn ihr immer noch Interesse daran habt, die Funktion aus Edge bereitzustellen, würden wir uns freuen sie anzunehmen,“ schreibt Googles Grey im Bug-Tracker. Und Microsofts Gallagher antwortet: „Klingt großartig! Ich werde mich darum kümmern.“

Die kleine Geschichte zeigt, wie eng Microsoft und Google nach einem jahrelangen Browser-Krieg nun kooperieren. Das hätte es wohl zu Ballmers Zeiten nicht gegeben. Dabei ist das verbesserte Tab-Management nur ein kleines Beispiel, anhand dessen sich die gewandelte Philosophie besonders plakativ zeigen lässt.

Microsoft mit über 1.000 Commits zum Chromium-Projekt

Über das gesamte letzte Jahr hinweg hat Microsoft über 1.000 Commits zum Chromium-Projekt beigetragen. Darunter fanden sich Verbesserungen der Zugänglichkeit, der Performance und der Kompatibilität. Die Commits kamen jeweils beiden Browsern zugute.

Microsoft bemüht sich offensichtlich um eine möglichst konfliktfreie Koexistenz. So können neben den Extensions aus dem Microsoft Store auch jene aus Chromes Web Store nach einmaliger Bestätigung ohne weitere Umwege genutzt werden.

Natürlich stellt Microsoft aber den eigenen Store, sowie die eigene Suchmaschine als Standard ein. So weit geht die Liebe dann doch nicht…

Passend dazu: Microsofts neuer Edge-Browser vereint Web- und Intranetsuche

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