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Chrome: Werbeblocker soll es auch in Zukunft weiterhin geben

Der Chrome-Browser von Google. (Foto: Jeramey Lende / Shutterstock.com)

Nach massiver Kritik rudert das Chrome-Team zurück. Änderungen an den bisherigen Plänen sollen sicherstellen, dass Werbeblocker auch in Zukunft als Chrome-Erweiterung genutzt werden können.

Vom Chrome-Entwicklungsteam angekündigte Änderungen in der Browser-API sorgten unter vielen Anbietern von Werbeblockern für Kritik. Die veränderten Spezifikationen würden es Erweiterungen untersagen, Web-Inhalte vor dem Rendering im Browser abzufangen und zu verändern. Das würde zwar auch das Missbrauchspotenzial durch schadhafte Chrome-Erweiterungen eindämmen, gleichzeitig würden aber auch Werbeblocker und einige Datenschutzerweiterungen nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Jetzt hat der Google-Entwickler Devlin Cronin auf die Kritik reagiert und angekündigt, Änderungen an den geplanten Spezifikationen vorzunehmen.

Zwar sollen Chrome-Erweiterungen nach wie vor weniger Möglichkeiten als bisher zur Manipulation von Inhalten bekommen. Mit einigen Anpassungen wollen die Entwickler den Machern von Inhaltsblockern aber dennoch entgegenkommen. „Wir stimmen zu, dass die Entwicklung anspruchsvoller Content-Blocking-Erweiterungen wertvoll ist, und werden Unterstützung für deklarative Regeln ergänzen, die zur Laufzeit hinzugefügt oder entfernt werden können“, erklärt Cronin. Außerdem wird das Limit für Inhaltsregeln angehoben. Ursprünglich sollten nur 30.000 Regeln zugelassen werden. Unklar bleibt, um wie viel höher das Limit ausfallen wird. Google hält nach wie vor aus Performancegründen an einer Obergrenze fest.

Chrome-Team: Änderungen sind noch nicht finalisiert

Cronin weißt in seiner Stellungnahme darauf hin, dass sich die neuen Spezifikationen noch in einer frühen Phase befinden und ruft die Entwickler von Erweiterungen dazu auf, weiterhin Feedback zu den Änderungen zu geben. „Es ist nicht unser Ziel und war es auch nie, die Funktion von Inhaltsblockern zu verhindern“, erklärt Cronin. Außerdem beruhigt Cronin alle Entwickler von Chrome-Erweiterungen, die auch mit den jetzigen Anpassungen noch nicht zufrieden sind. Die neuen Spezifikationen sollen erst in Kraft treten, wenn das Chrome-Team zufrieden damit ist.

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