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Software & Infrastruktur

SaaS, DBaaS, IaaS: Wir erklären euch die Buzzwords der Cloud

Buzzword in der Cloud erklärt. (Foto: scanrail – istockphoto.com)

SaaS/IaaS und PaaS sind in aller Munde, aber nicht jedem ist klar was da eigentlich gemeint ist. Deshalb erklären wir euch in diesem Artikel die wichtigsten Buzzwords, um auch offline über die Cloud sprechen zu können.

Und plötzlich war alles anders. Ich kann mich noch an 2007 erinnern, als ich aus dem Urlaub zurückkam und das gesamte Internet nur noch von der „Cloud“ sprach, und ich hatte nach meinem Kurzurlaub keine Ahnung, was gemeint war. Was war passiert? Steve Jobs und Bill Gates hatten ihren legendären gemeinsamen Auftritt auf der D5-Konferenz. Dort hatten sie sich dazu entschieden, die „Cloud“ als Synonym für das „Internet“, „Web“ und auch „Cloud-Computing“ zu verwenden, ein Begriff, der damals nur in der Netzwerktechnik bekannt war. Und so herrschte nach der D5 einiges an Aufregung in der Entwickler-Szene.

Wie ihr seht, kann sich das Wording kann sich von einen auf den anderen Tag verändern, wenn man nicht am Ball bleibt. Ähnlich verhält es sich mit XaaS, also „Irgendwas-als-Dienstleistungen“, die gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen. Dieser Einsteiger-Guide soll euch eine kleine Hilfestellung geben.

Server room interior
So sehen Teile der Cloud aus. (Foto: scanrail – istockphotos.com)

SaaS – Software as a Service

Ein Dienstleister stellt eine oder mehrere Software-Dienste zur Verfügung. Die Software selbst befindet sich in einem Rechnerzentrum (umgangsprachlich auch die „Cloud“ genannt) direkt beim Anbieter und ist nicht lokal oder im Firmennetzwerk abgespeichert. Beispiele hierfür sind MailChimp, die Google-Apps oder Billings.

DBaaS – Database as a Service

Wie der Name schon sagt: Bei diesem Modell könnt ihr Datenbanksysteme zukaufen. die für euch gepflegt und gewartet werden. Dieser Service tritt auch in Kombination mit BaaS oder gleich ganzen PaaS-Systemen auf.

BaaS – Backup as a Service

Dieser Service übernimmt die Backup-Strategie sowie die Datenverwaltung von Unternehmen und sorgt dafür, dass die Daten gesichert und auch geschützt werden.

PaaS – Platform as a Service

Anbieter stellen ihren Kunden eine Plattform für Entwickler zur Verfügung. Dieser Service kann dann beispielsweise genutzt werden, um eigene Software auf einer vorbereiteten Laufzeitumgebungen zu entwickeln. Die Kunden müssen weder Hard- noch Software selbst anschaffen oder sich um die Wartung kümmern, das übernimmt alles der Anbieter. Ein Beispiel für eine Public Cloud und PaaS wäre Helion von HP.

IaaS – Infrastructure as a Service

Bei diesem Vertriebsmodell kann Infrastruktur – also Server – „on demand“ zugekauft werden. Du willst deine drei Server aus deinem Keller verschwinden lassen? Dann ist IaaS genau das Richtige für dich. Der Vorteil: Belastungsspitzen können abgefangen oder ungenutzte Kapaziäten wieder gekündigt werden.

Public Cloud

Du nutzt Services, die gegen Bezahlung grundsätzlich jeder nutzen kann – wie zum Beispiel Dropbox oder Office 365? Dann nutzt du auch eine „Public Cloud“.

Private Cloud

Die Vorteile der Public Cloud kombiniert mit deiner Datenhoheit wird „Private Cloud“ genannt. Dazu gehören zum Beispiel ownCloud oder Seafile, Dropbox-Alternativen, die auf einen Server läuft, der dir gehört.

Hybrid Cloud

Diese Cloud ist eine Mischung aus einer privaten und einer Public Cloud. Daten können über einen Service, wie er von Amazons „Web Services“ angeboten wird, gespeichert werden – die Auswertung oder Analyse der Daten passiert aber im eigenen Rechnerzentrum oder einer privaten Cloud. In dieser Konstellation bleiben kritische Daten in der privaten Cloud des eigenen Unternehmens, aber die Speicherung der Rohdaten kann kosteneffizient ausgelagert werden.

CaaS – Communication as a Service

Gerade für kleinere Unternehmen ist es sinnvoll, die Kommunikation an einen Drittanbieter auszulagern. Dabei handelt es sich meistens um VoIP-Lösungen. Dabei musst du nur die Hardware kaufen, die Einrichtung und Wartung übernimmt der CaaS-Anbieter.

MaaS – Monitoring as a Service

Monitoring wird gerne in Kombination mit SaaS angeboten, damit der Käufer eines SaaS-Dienstes auch gleichzeitig wichtige Kennzahlen bekommt und auswerten kann. Es gibt aber auch reine MaaS-Anbieter, die zum Beispiel nur ein fertiges Dashboard anbieten, das mit euren Daten gefüttert werden kann.

Multitenancy

Bei diesem Buzzword handelt es sich um nichts anderes als die Mandantenfähigkeit, also die Fähigkeit, mehrere Kunden über eine Oberfläche zu warten, ohne für jeden Kunden eine neue Instanz der Software installieren zu müssen. Dabei können die jeweiligen Kunden jeweils nur auf ihre eigenen Daten zugreifen und wissen nichts über die „Anwesenheit“ von anderen Kunden. Grundsätzlich kann angenommen werden, dass alle großen SaaS mandantenfähig sind.

Welche Buzzwords habt ihr schon mal gehört, vermisst ihr aber in dieser Liste?

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7 Reaktionen
JenZzzz

Gute Idee die Buzzwords zu erklären, danke. Ich könnte mir auch eine allgemeine Rubrik "Buzzwords" (oder auf deutsch einfach Glossar) vorstellen, wo all dieses "neudeutsche/dinglische" Zeugs erklärt wird.

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Phillip Z.

Ist das hier SaaS? https://www.instaload.de
Oder gibts da wieder ne eigene Kategorie für Webseiten solcher Art

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Mario Janschitz

Danke für euere Ergänzungen.

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Carsten Duch

Bei MaaS spricht man jedoch auch von Metal as a Service. Also Bare Metal Provisioning mit Cloud Software wie z.B. OpenStack. Das bedeutet: Anstatt einer virtuellen Instanz nach Flavour XY auf einem Shared System kann man seine Instanz dediziert auf einer gewünschten Hardware laufen lassen. Man hat dann somit keine "geteilte" Hardware solange man die Instanz bestehen lässt. Wird die Instanz gelöscht wird auch die Hardware wieder freigegeben und kann von anderen Kunden der Cloud genutzt werden. Des Weiteren gibt es mit "MAAS" (ja, in Versalien) von Canonical auch ein Tool was das automatisierte Einbinden von Hardware-Nodes in einen Juju-Cluster ermöglicht.

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Mike

Ich brauch jetzt nicht für jeden Zweck ein Buchstaben vor dem "as a service". Ihr mit euren Marketing-Begriffen... braucht kein Mensch. Wenn ich die Modelle sehe, weiß ich sofort was es ist, da muss ich sie nicht mit SaaS und Co beschreiben.

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Can Edremitoglu

Erwähnenswert wäre noch iPaaS (Integration Platform as a Service) um verschiedene Cloud-Dienste miteinander zu verbinden (z.B. ifttt.com).

Zudem gäbe es noch HaaS (Human as a Service). Damit kann man kleinere Aufgaben, welche menschliche Intelligenz erfordern, in die Cloud auslagern. Ein Beispiel dazu wäre Amazon's Mechanical Turk.

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Sascha

Aktuell setzt sich LaaS ("Logging as a Service" oder "Unified Logging") auch langsam durch, um das Protokollieren von Ereignissen, Zustandsänderungen und Fehlern an einer zentralen Stelle zu vereinheitlichen. Könnte man vielleicht noch als Punkt in eurer Auflistung aufnehmen.

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