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SAP kritisiert langsamen Ausbau von Gigabit-Infrastrukturen

(Grafik: SAP)

Die fehlenden Glasfaser-Verbindungen in Deutschland stören die Geschäfte von SAP. Europas größter Softwarekonzern hat die deutsche Regierung zu mehr Anstrengungen aufgefordert.

SAP kritisiert den „langsamen Ausbau von Gigabit-Infrastrukturen“, der sich „zu einem Standortnachteil“ entwickle und „die Einführung von modernen Technologien wie Cloud-Computing oder Industrie 4.0“ verhindere. Das geht aus einem Forderungskatalog an die Politik hervor, der Tagesspiegel Background exklusiv vorliegt. Deshalb müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, um den schnellstmöglichen Ausbau von flächendeckenden und bedarfsgerechten Gigabit-Infrastrukturen vor 2025 zu ermöglichen.

Etwa 3,4 Millionen Haushalte (+ 520.000) waren Ende 2018 an Fiber to the Building oder Fiber to the Home (FTTB/FTTH) angeschlossen. Das waren 18 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die TK-Marktstudie ergab, die Dialog Consult und VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) im Oktober 2018 vorstellten. Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, legte im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel auf erstmals über eine Million zu.

Deutschland liegt bei FTTB/H-Anschlüssen, die auch genutzt werden, weiter auf dem fünftletzten Platz in Europa. Diese Angaben veröffentlichte die Branchenorganisation FTTH Council Europe im Februar 2018. Die Studie mit Stand vom September 2017 wurde von Idate erhoben. Vor Deutschland liegen im FTTB/H-Panorama 28 andere Staaten. Die ersten zehn in der Statistik sind Lettland, Schweden, Litauen, Russland, Weißrussland, Island, Rumänien, Spanien, Norwegen und Portugal.

Internationaler Wettbewerbsdruck immer größer

„Generell stellen wir fest: Deutschlands Industrie ist sehr leistungsfähig und stabil“, sagte SAP-Vorstandsmitglied Christian Klein zu Tagesspiegel Background. Allerdings, betonte Klein, werde der internationale Wettbewerbsdruck immer größer.

So forderte SAP, die Rahmenbedingungen für Startups zu verbessern. „Es ist anzuraten, verfügbare öffentliche Mittel zur Förderung von Startups zu bündeln, da die Portfolios von direkten staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Startups für sich genommen zu klein sind, um hochriskante Finanzierungen abzudecken“, heißt es in den Empfehlungen. Gleichzeitig solle die Bundesregierung „Anreize setzen, die es privaten Investoren einfacher machen, in Wagniskapitalfonds und junge Unternehmen zu investieren“. Damit soll es eine noch stärkere staatliche Förderung für innovative Entwicklungen der Konzerne geben.

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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