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In 5 Schritten in die Cloud: Wie die Migration von Business-Anwendungen gelingt

Umzug von Daten und Anwendungen in die Cloud

(Foto: Shutterstock/ Africa Studio)

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Anwendungen und Daten umziehen lassen – das ist keine einfache Aufgabe! Damit der Umzug zum Erfolg wird, braucht es ein gutes Konzept. Mit diesen fünf Schritten klappt’s!

Wer schon mal mit seinem Unternehmen an einen neuen Standort gezogen ist, der weiß, was für ein Planungsaufwand dahintersteckt. Schließlich soll alles möglichst schnell und reibungslos über die Bühne gehen, damit die Mitarbeiter ihre Arbeit zügig wieder aufnehmen können. Genauso verhält es sich auch, wenn Anwendungen und Daten umziehen: Eine Migration in die Cloud bedarf einer genauen Planung und sorgfältigen Umsetzung.

Cloud-Migration ist im Moment ein großes Thema. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen befindet sich aktuell in der Planungsphase ihrer Cloud-Strategie oder testet schon erste Projekte in der Cloud. Das hat die Studie „Cloud Orchestration Excellence“ von Crisp Research ergeben. Unternehmen erhoffen sich von dem Umzug in die Cloud, ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren und agiler zu gestalten. So kann zum Beispiel die Nutzung der cloud-basierten Containertechnologie dazu beitragen, dass neue Applikationen für Kunden und Mitarbeiter schneller verfügbar sind. 42 Prozent der befragten Entscheider haben das erkannt und gaben an, dass Containertechnologien wie Docker und Kubernetes zu den strategischen Technologien des zukünftigen Corporate-IT-Betriebs gehören. Doch steht vor dem Segen der neuen Möglichkeiten noch das notwendige Übel des Datenumzugs.

Cloud-Migration mit Konzept

Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege, um Daten und Anwendungen zu migrieren. Eine davon ist ein reines „Lift & Shift“ – es finden keine Anpassungen an die Zielinfrastruktur statt. Um aber bestmöglich von den Vorteilen der Cloud zu profitieren, ist es sinnvoll, die bisherigen Prozesse auf ihre Cloud-Fähigkeit zu durchleuchten und – wo nötig – komplett neu auf den Cloud-Umgebungen zu entwickeln. Hier empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Managed-Cloud-Service-Provider, der gemeinsam mit dem Kunden die Zielinfrastruktur plant, das Migrationsprojekt begleitet und später auch den Betrieb sowie fortlaufenden Optimierungen übernimmt. Dieser Ansicht sind auch 33 Prozent der in der Studie befragten Unternehmen. Sie betrachten die Migration und Infrastruktur-Transformation als Aufgabe ihres externen Partners.

Aufgaben Managed Cloud Service Provider

Infrastruktur-Transformation sieht jeder dritte Befragte der Crisp-Studie als Aufgabe von Managed-Public-Cloud-Providern. (Grafik: Crisp)

Nach zahlreichen durchgeführten Migrationen verfügt ein externer Partner über ein erprobtes Migrationskonzept und kann auf ein großes Repertoire an Best Practices zurückgreifen.

So läuft beispielsweise eine Migration bei PlusServer ab:

Schritt 1: Planungsphase

Ein sinnvolles Migrationskonzept startet wie oben beschrieben mit einer Bestandsaufnahme und Planung der Zielinfrastruktur für die Anforderungen des Kunden. Dazu gehört auch, die passende Cloud-Lösung zu ermitteln und dabei gegebenenfalls mehrere Cloud-Modelle einzubeziehen (Multi-Cloud-Ansatz). Zudem werden nötige Umstellungen im Deployment analysiert, der neue Service- und Softwarestack definiert und bereits vorimplementiert. Falls gewünscht, wird an dieser Stelle auch die Einführung einer CI-/CD-Pipeline (Continuous Integration/Continuous Delivery) berücksichtigt, um die Software-Bereitstellung zu automatisieren.

Schritt 2: Aufbauphase

Ziel dieser Phase ist es, die Cloud-Umgebung bereitzustellen, zu testen und für die Datenmigration vorzubereiten. Die Umgebung wird in logische Bereiche wie  App-, Container- und Datenbankzone eingeteilt, wobei später noch weitere feinere Einteilungen möglich sind. Dafür werden automatische Deploymentmechanisment entworfen. Services wie die User- und Zugriffsverwaltung, das Securitykonzept sowie das Monitoring und Backup werden in diesem Schritt bereits mitimplementiert

Schritt 3: Installationsphase

Jetzt geht es um die Installation zentraler Managementumgebungen sowie die Synchronisierung nötiger Daten und Datenbanken. Ein wichtiger Schritt vor der endgültigen Cloud-Migration ist aber auch das Testen von Redundanzen und Desaster-Szenarien, um im Ziel-Setup eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen.

Schritt 4: Migrationsphase

Nun ist die Umgebung bereit für den produktiven Betrieb, sodass alle übrigen Anwendungen und Daten migriert werden können. Das beinhaltet unter anderem ein erneutes Ausrollen von Applikationen und Services in die Cloud-Strukturen. In jedem Teilschritt wird dabei die Auslastung und das Antwortverhalten der Applikationen beachtet, um rechtzeitig mögliche Flaschenhälse zu vermeiden.

Schritt 5: Nacharbeit

Nach einer Überbrückungsphase, in der die alte Umgebung noch in Betrieb bleibt, und einem finalen Zugriffstest der neuen Umgebung kann nun mit dem Abschalten der bisherigen Zugriffe und Services begonnen werden. Spätestens vier Wochen nach dem Livegang führt der Managed-Cloud-Service-Provider gemeinsam mit dem Kunden einen ersten Review durch. Auf dieser Basis spricht der Provider konkrete Empfehlungen für notwendige Anpassungen oder Verbesserungen inklusive Vorschläge zu möglichen Kostenoptimierungen aus.

Erst in die Cloud, dann in die Multi-Cloud

Crisp Research und viele weitere Analysten und Experten sehen die Nutzung mehrerer Cloud-Lösungen in Unternehmen als natürliche Entwicklung infolge der vielen unterschiedlichen Workloads und Anforderungen aus den Fachabteilungen. Tatsächlich geben insgesamt 44 Prozent der Entscheider, befragt nach ihrer Cloud-Provider-Strategie, an, dass sie auf eine Dual- oder Multi-Cloud-Strategie setzen. 33 Prozent fühlen sich hingegen aktuell mit einer Single Cloud gut bedient. Denn nicht zuletzt bedarf das Design einer Multi-Cloud-Architektur sowie die Verteilung der Workloads in die jeweils passende Infrastruktur einer tiefen Expertise. Die Cloud-Orchestrierung gehört jedoch heute noch nicht zu den Kernkompetenzen einer internen IT-Abteilung. Ein Managed-Cloud-Service-Provider kann daher bei der Auswahl der passenden Infrastrukturen unterstützen, kümmert sich um die (Multi-)Cloud-Architektur, migriert die Daten wie oben beschrieben und sorgt anschließend für den Betrieb und die regelmäßige Optimierung der Cloud-Lösung.

Plant ihr noch eure Reise in die Cloud oder wollt ihr eure Infrastruktur um weitere Cloud-Services ergänzen? In der Studie „Cloud Orchestration Excellence“ findet ihr viele spannende Erkenntnisse zur Cloud-Nutzung sowie strategische Empfehlungen!