Glosse

Cohns fabelhafte digitale Welt oder: Wo bin ich, und wenn ja, warum?

(Bild: t3n)

Wussten Sie eigentlich, dass angeblich die erfolgreichste vom Tomtom jemals verkaufte Plugin-Stimme jene von Ozzy Osbourne ist? Vielleicht wäre ich ja zusammen mit ihm sicherer und schneller ans Ziel gekommen!

Es ist Freitag, ich bin auf der nördlichen Seite des Bodensees, muss zum Schloss Neuschwanstein und habe es eilig, denn in viereinhalb Stunden stehe ich dort auf der Bühne!

Entspann dich, du brauchst dorthin nur zweieinhalb Stunden, sagt die Navi-App. Noch während ich losfahre, erzählt mir das Radio von einem kilometerlangen Stau und Vollsperrung auf der B 31 in meiner Fahrtrichtung. Davon unbeeindruckt, bleibt die Navi-App bei der immergleichen und im Lichte der Staumeldungen immer unwahrscheinlicheren Fahrzeit von zweieinhalb Stunden.

„Wenn möglich, bitte wenden!“

Kein Problem, ich kenne die Gegend, auf der Strecke über Salem und Ravensburg ist sowieso nichts los. Bis ich völlig überraschend mitten im Deggenhauser Tal vor einer Baustelle und einer abgebrochenen Brücke stehe. Umleitungsausschilderung? Unbrauchbar! Weiß das Navi was davon? Nichts! Von der Navi-App, als ich zurückfahren will, nur stereotyp: „Wenn möglich, bitte wenden“! Nachdem ich mit ihrer Hilfe zum zweiten Mal in der Baustelle gelandet bin, frage ich Tante Google um Rat, doch auch die weiß nix von der fehlenden Brücke und schlägt mir vor, doch einfach weiterzufahren.

Um zum reichen „Navigationsirrtümergeschichtenfundus“ (Mann fährt ohne Fähre in einen Fluss, Mann verfährt sich auf Waldweg, et cetera) keinen weiteren humoristischen Beitrag zu leisten, ist das der Moment, in dem ich alles, was mit Navi zu tun hat, abschalte und mir nach Gefühl, Beschilderung und Himmelsrichtung meinen Weg suche.

Abends stand ich, knapp aber pünktlich, auf der Bühne, und nein, ich mache jetzt daraus, dass meine Navi-App nur weiblich mit mir spricht und immer mal wieder die Orientierung verliert, keine Genderfrage!

Zurück zum Atlas

Das erste, was ich zu Hause aus dem Regal holte, war der gute alte Shell-Atlas und in Zukunft werde ich wieder vor jeder Reise die Routen auswendig lernen!

Was unsere fabelhafte digitale Welt sonst noch an Überraschungen für William Cohn bereithält, lest ihr hier.

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