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Coincheck: Kryptobörse nach Diebstahl unter Beschuss der Finanzbehörden

So geht ein Bankraub im 21. Jahrhundert. Immerhin: Die NEM-Besitzer, die vergangene Woche einen Schaden erlitten, werden entschädigt.  (Bild: ivosar / Shutterstock)

NEM im Wert von vier Millionen US-Dollar wurden über die japanische Plattform Coincheck gestohlen. Die Handelsplattform will den Kunden nun den entstandenen Schaden ersetzen. Wie freiwillig dieser Schritt erfolgt, ist unklar.

Nach dem Diebstahl von NEM im Wert von vier Millionen Dollar hat die japanische Finanzaufsicht die Handelsplattform Coincheck gerügt. Beanstandet wurde durch die Financial Services Agency (FSA), dem japanischen Gegenstück zur deutschen BaFin, dass die Handelsplattform nicht ausreichende Vorkehrungen getroffen habe, um derartige Angriffe abzuwehren. Laut japanischer Medien prüfe man weitere rechtliche Schritte.

Coincheck-Kunden sollen entschädigt werden

Die Handelsplattform will den 260.000 Nutzern ihren Schaden nun ersetzen. Dafür wird ein Durchschnittswert der letzten Tage als Richtwert gewählt. Allerdings fiel der Kurs der Währung, nachdem der Diebstahl im großen Stil bekannt geworden war, stieg aber jetzt wieder nach Bekanntwerden der Entschädigungszahlungen. Gezahlt werden nun umgerechnet 82 US-Cent für jede Einheit des verlorenen Digitalgeldes. Coinchek bestreitet die Rückzahlung offenbar aus eigener Tasche – ob und in welchem Umfang das Unternehmen dazu in der Lage ist, ist unklar.

Der Vorfall lässt den Ruf insbesondere staatlicher Stellen nach mehr Regulierung im Umfeld der Kryptowährungen lauter werden. Tatsächlich wären Schutzmechanismen und ein sicherheitstechnischer Mindeststandard der Handelsplätze ebenso wie der Wallet-Systeme erstrebenswert, um das Vertrauen in die Kryptowährungen zu stärken. Die Sicherheitsthemen sind selbst für technisch versierte Anwender und Investoren keine leicht zu durchschauende Materie und letztlich wird ein Mindestmaß an Regulierung der Szene gut tun. Dahingehend hatten sich auch verschiedene Blockchain-Experten anlässlich der Digitalkonferenz DLD18 geäußert, die vergangene Woche in München stattfand. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Blockchain-Themen nicht zum Spielball der Regierungen und Finanzaufsichtsbehörden werden, sondern sich die Regulierung auf ein Minimum beschränkt.

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