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Coinmarketcap streicht Südkorea-Börsen und löst Krypto-Crash aus

(Grafik: Shutterstock)

Die Streichung südkoreanischer Börsen aus dem Preisindex für digitale Währungen durch Coinmarketcap hat einen Mini-Krypto-Crash ausgelöst – verstärkt durch panische Investoren.

Krypto-Crash: Vor allem Ripple mit kräftigem Einbruch

Ein Blick auf die Kurse von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple, Cardano oder Litecoin dürfte vielen Investoren am Montag kurzzeitig den Tag vermiest haben. Denn die meisten digitalen Währungen, allen voran Ripple, zeigten ein dickes Minus im zweistelligen Prozentbereich. Die Marktkapitalisierung war offenbar um 100 Milliarden US-Dollar eingebrochen, allein bei Ripple ging es um 30 Prozent im Preis und 20 Milliarden Dollar bei der Marktkapitalisierung nach unten. Was war passiert?

Krypto-Crash im Ripple-Chart: Gegen fünf Uhr wurde die Preisanpassung akut. (Screenshot: Coinmarketcap/t3n.de)

Die Seite Coinmarketcap, eine der wichtigsten Anlaufpunkte für Fans von Kryptowährungen, hatte am Montag unangekündigt die Daten der südkoreanischen Börsen Bithumb, Coinone und Korbit aus ihrem Preisindex entfernt. Dass dadurch Preise und Marktkapitalisierung einbrechen, ist im Nachhinein klar. Schließlich gehören die drei Börsen aus Südkorea zu den wichtigsten zehn Handelsplätzen für Kryptowährungen. Die Preise dort sind im Vergleich sehr hoch und hoben bisher den Schnitt. Vor allem bei Ripple macht sich das bemerkbar, da dessen Kryptowährung XRP zu einem sehr großen Teil in Südkorea gehandelt wird.

Krypto-Crash ausgelöst durch Ausschluss südkoreanischer Börsen

Als Grund für die – in den Augen einiger Branchenbeobachter längst überfällige – Aktion ist offenbar ein Mangel an verfügbaren Coins in Südkorea, wie Ripples Chief Cryptographer Joel Katz per Twitter erklärte. Der neue Preis sei akkurater und komme der Wirklichkeit näher. Investoren sollten sich durch den kurzzeitigen Preisrutsch nicht irritieren lassen, sondern sich die Daten genau anschauen.

Diese Mahnung dürfte allerdings weitgehend ungehört verhallt sein. Denn insbesondere die Panik nervöser Investoren hat offenbar dafür gesorgt, dass durch massenhafte Verkäufe die Preise weiter sanken, was wiederum mehr Panik und Verkäufe hervorrief. Dafür mitverantwortlich ist natürlich auch die Möglichkeit, rund um die Uhr zu handeln. Twitter-Nutzer warfen Coinmarketcap zudem vor, nicht ausreichend genug über den Schritt informiert zu haben. Mehr Transparenz hätte sicher einige Panikverkäufe verhindern können.

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