Fundstück

Collapse OS – das Betriebssystem für die Apokalypse

(Grafik: Reddit)

Im Internet – spezifischer: auf Reddit – findet man manchmal seltsame Dinge. Weil bald die Welt untergehen wird, hat jemand Collapse OS entworfen. Das quelloffene Betriebssystem könnt ihr selber bauen und von einem minimalistischen, improvisierten System aus bootstrappen.

Konkret will Collapse OS ein z80-Kernel und eine Sammlung Programme, Tools und Dokumentation sein, anhand derer ihr euer eigenes Betriebssystem bauen könnt.

Zielsetzungen

Das OS soll auf minimalistischen und improvisierten Geräten laufen (zum Beispiel einem RC2014). Auch das Interface des OS soll improvisiert werden können – denkbar sind serielle Interfaces, Tastaturen oder Displays. In Collapse OS sollen Nutzer Textdateien bearbeiten können. Das OS soll Assembler-Source-Files für eine breite Auswahl an MCU und CPU kompilieren, eine breite Auswahl an Speichermedien lesen und beschreiben und sich selbst replizieren können.

Das Ziel des Projekts ist, so eigenständig wie möglich zu sein. Mit einer Kopie des Projekts sollte eine fähige, kreative Person in der Lage sein, das Betriebssystem ohne externe Ressourcen – wie zum Beispiel das Internet – zusammenzubauen und zu installieren – auf einem improvisierten Endgerät – wir erinnern uns, die Welt ist mittlerweile untergegangen.

Das geht schon

Einsehen könnt ihr das Projekt auf GitHub – es wächst und gedeiht prächtig, ist aber noch nicht fertig. Es kann aber schon einige Dinge aus der Liste:

Genug RAM und Speicherplatz vorausgesetzt, kann das OS sich selbst replizieren. Über einen seriellen Link läuft das Ganze auf einem RC2014. Ein Sega-Master-System oder ein Mega-Drive gehen auch. Ein PS/2-Keyboard könnt ihr direkt verbinden. Es hat einen an den Unix-Editor angelehnten Texteditor und eine Shell, die Memory poken, I/O und arbiträren Code aus dem Speicher verarbeiten kann und ist SD-Karten kompatibel. Es ist außerdem extrem kompakt und flexibel – man weiß ja schließlich nicht, welche Mittel nach der Apokalypse zur Verfügung stehen werden. Die Person dahinter meint es scheinbar wirklich ernst – aber auch wenn die Motivation hinter dem Projekt etwas „interessant“ ist, zeugt das Ganze doch von einer gewissen Kreativität.

Eine ausführliche Doku dazu findet ihr auf GitHub, die Diskussion auf Reddit findet ihr hier.

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