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Community-Aufruhr: Youtube rudert zurück beim Verifizierungsprogramm für Inhalte-Ersteller

Youtube will sich besser gegen Manipulationen schützen. (Foto: PixieMe / Shutterstock.com)

Youtube hatte Änderungen im Verifizierungsprogramm für seine Creator angekündigt, was etliche Kanäle ihre Bestätigungshaken gekostet hätte. Nach massiven Protesten aus der Community rudert die Plattform nun zurück.

Das ging schnell. Nur einen Tag nach der offiziellen Ankündigung Youtubes, Änderungen im Verifizierungsprogramm durchzuführen, erfolgt ein teilweises Rollback. So will Youtube die Ankündigung, auch schon bestätigten Kanälen den Verifikationshaken wieder zu entziehen, nach dem Aufruhr aus der Community nicht umsetzen.

Verifizierung soll schwieriger werden

Dabei ist Youtubes Marschrichtung weiterhin klar. Künftig soll es nicht mehr reichen, 100.000 Abonnenten vorzuweisen, um den begehrten Bestätigungshaken zu erhalten. Zwar könne auch künftig jeder Kanal mit mindestens 100.000 Abonnenten den entsprechenden Antrag stellen, es würden aber weitere Voraussetzungen gefordert, teilt Youtube im Update zu seinem Ankündigungs-Post mit.

Youtubes neuer Verifizierungsprozess. (Quelle: Youtube)

So wolle Youtube etwa sicherstellen, dass der jeweilige Kanal tatsächlich die Marke, den Künstler oder das Unternehmen, das er zu repräsentieren behauptet, offiziell repräsentiert. Um dies zu überprüfen, kann Youtube weitere Informationen und Nachweise verlangen, wobei unklar bleibt, welche Informationen und Nachweise das genau sein sollen. Weiterhin steht die offizielle Bestätigung nur Kanälen zur Verfügung, die öffentlich und aktiv sind, sowie über eine Beschreibung und ein Kanalsymbol verfügen.

Originalinhalte sollen klar erkennbar sein

Youtube macht deutlich, dass das Ziel der Änderungen im Verifizierungsprogramm darin besteht, sicherzustellen, dass Nutzer offizielle Originalinhalte zuverlässig als solche erkennen können. In Zeiten, in denen die Manipulation von Inhalten an der Tagesordnung ist, ist das ein Ziel, das nur zu begrüßen ist.

Handlungsbedarf ergibt sich für Youtube auch aus der Vielzahl der Nutzerbeschwerden, die Identitätsklau beklagen. Zudem stelle für viele Nutzer der Plattform der Verifikations-Haken nicht bloß eine Bestätigung der Identität des Inhalteerstellers dar. Vielmehr betrachteten sie das Häkchen als eine inhaltliche Bestätigung, eine Art Faktencheck.

Missverständlicher Bestätigungshaken wird abgeschafft

Dass dem nicht so ist, will Youtube nicht zuletzt durch eine andere Optik des Bestätigungs-Symbols klarstellen. Anstelle eines Häkchens wird künftig eine komplexere Darstellung, die nicht an eine Checkbox denken lässt, eingeführt.

Youtubes neue Bestätigung soll weniger missverständlich sein. (Quelle: Youtube)

Die Änderungen am Verifikationsprogramm sind im Zusammenhang mit der ebenfalls kürzlich eingeführten Kennzeichnung von Inhalten staatlicher oder staatlich-mitfinanzierter Ersteller zu sehen. Dieser wiederum war die Abschaltung von 210 Kanälen vorausgegangen, die die Plattform mit gezielten Meinungsmanipulationen in Verbindung bringen konnte. Youtube will nun deutlich machen, dass es sich gegen Meinungsmanipulation und Fake News wirkungsvoll zur Wehr setzen kann.

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