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Compressify und Compressor.io: Kostenlose Bild- und Video-Optimierung für die schnelle Website

Das dürfte wohl auf jeden Fall Lossy Compression sein. (Foto: Pixabay.com)

Eine der Schwierigkeiten im Design aktueller Websites besteht darin, die Balance zwischen eindrucksvoller, multimedialer Erscheinung und hoher Performance zu finden. Um Bilder und - noch schwieriger - Videos in einem Atemzug mit dem Wort Performance nennen zu können, bedarf es pfiffiger Tools, von denen ich dir heute zwei vorstelle.

Compressor.io: Schlanke Bilder ohne sichtbare Verluste

Compressor.io ist ein Projekt des französischen Webentwicklers Stephane Lyver. Das Tool arbeitet webbasiert und erlaubt es, Bildmaterial in den Formaten JPG, PNG, GIF und SVG online zu komprimieren.

Compressor.io: Schneller Kompressor für verschiedene Formate. (Screenshot: t3n)
Compressor.io: Schneller Kompressor für verschiedene Formate. (Screenshot: t3n)

Die Vorgehensweise ist einfach: Du lädst das zu komprimierende Bild über den Website-Dialog hoch, wartest einen Moment und erhältst dann die Möglichkeit, es entweder optimiert wieder herunterzuladen oder in komprimierter Form in deinem Google Drive oder deiner Dropbox abzulegen.

Lyver verspricht bis zu 90 Prozent Optimierungspotenzial. Das konnte ich in meinen Tests nie erreichen. Ich lag stets zwischen 30 und 70 Prozent. Compressor.io kann Bilder mit und ohne Verluste an Bildinformationen verkleinern. Leider hat man keinen Einfluss darauf, welches Verfahren am konkreten Bild eingesetzt wird.

Das Hochladen einer ganzen Liste von Bildern ist ebenfalls nicht vorgesehen. Deshalb kann Compressor.io eher für den Gebrauch zwischendurch, also wenn es um eine Handvoll Bilder geht, empfohlen werden. Für größere Projekte nimmst du besser andere Werkzeuge.

Im Vergleich zu anderen Online-Kompressoren spricht für Compressor.io, dass es sich um JPG, PNG, GIF und SVG gleichermaßen kümmert. So musst du nicht verschiedene spezialisierte Dienste aufsuchen.

Compressify, der schnelle Videokompressor für Multimedia-Elemente

Videos online optimieren. Das klingt schon sportlich und das ist es auch. Und wenn ich dir jetzt Compressify vorstelle, dann muss von vornherein klar sein, dass es hier nicht darum geht, mehrminütige Videos von Datenballast zu befreien.

Vielmehr tritt Compressify an, kurze Videosequenzen einzuschmelzen. Das brauchst du etwa für die immer populärer werdenden bewegten Hintergründe oder Headersequenzen aktueller Websites. Eine Hero-Einheit als Video hat schon was.

Compressify: Flinker Verkleinerer überschaubarer Videosequenzen. (Screenshot: t3n)
Compressify: Flinker Verkleinerer überschaubarer Videosequenzen. (Screenshot: t3n)

Das kann Compressify wirklich. Ich habe es an drei verschiedenen Videos getestet. Das Ergebnis lag aber nie bei den maximal möglichen 60 Prozent, sondern bewegte sich stabil um 30 Prozent. Das ist bei dem größeren Ausgangsmaterial immer noch sehr nennenswert.

Compressify akzeptiert maximal 8 Megabyte große Videos und setzt sie dann unter Verwendung des VP9-Codecs ins WebM-Format um. Das sorgt für eine ordentliche Browser-Kompatibilität und passiert verhältnismäßig schnell. Gute zehn Minuten musste ich jedoch durchaus pro Video warten.

Nachdem Compressify das Video analysiert und komprimiert hat, wird es umgehend wieder auf deine Festplatte heruntergeladen. Von hier aus kannst du es dann ansehen und weiter verarbeiten, wobei du beachten musst, dass du dafür die entsprechenden Codecs auf deinem Computer benötigst.

Auf der Startseite des Dienstes steht ein Video zur Ansicht bereit, dessen linke Seite im Original belassen, während die rechte Seite komprimiert wurde. Optisch ist kein Unterschied zu erkennen, obwohl das Dateigewicht rechts um 50 Prozent niedriger ist.

Das optische Ergebnis kann ich nach meinen Tests bestätigen. Die Kompressionsquote war indes nicht so hoch. Nachdem der Dienst vollkommen kostenlos zu nutzen ist, bleibt nicht viel Raum für Meckereien. Ich werde die nächste Hero- oder Hintergrund-Sequenz sicherlich mit Compressify bearbeiten.

Was setzt du für solche Zwecke ein?

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5 Reaktionen
Susi

Man kann sehr wohl "einstellen" ob bei Compressor.io "loss" or "lossfree" verkleinert wird ... übersehen? oder vergessen auf den Try It Button zu klicken?

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goldorange

Ich bin von tinypng begeistert. Compressionsraten sind top und lässt sich dank API nahtlos in meinen Bower-Worflow integrieren. Für Wordpress und Magento als Plugin bzw. Extension zu haben. Auch der Export hin zu Dropbox - macht Sinn, wenn mal ganze Verzeichnisse komprimiert werden sollen. Selbst ein (kostenpflichtiges) PSD-Plugin ist am Start.

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Patrick

Ich nutze seit vielen Monate kraken.io und bin sehr zufrieden damit. Durch die API kann ich das bei mir alles automatisiert laufen lassen. Und ein funktionierendes WordPress-Plugin gibt es dafür auch.

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patrick

Die Tools die nicht von der CLI aus nutzbar sind halte ich irgendwie für witzlos.

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Christoph

Hi, du sagtest ja, du hättest gern Einfluss darauf, welches Verfahren angewendet wird.
Bei http://compress-or-die.com kannst du ziemlich viel genau einstellen. Ist im Moment auch das einzige Online-Tool, welches einem diese Möglichkeit lässt.

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