Ratgeber

Content-Marketing und Inbound-Marketing – Was ist eigentlich der Unterschied?

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Richtig ist das, was der Markt sagt.

Wenn wir die beiden Begriffe bei Google Trends vergleichen, sehen wir Folgendes:

content-marketing-vs-inbound-marketing-google-trends

(Screenshot: Google Trends.)

Faszinierend zu sehen ist, dass Content-Marketing viel beliebter scheint. Dennoch sind beide am wachsen. Wenn man ein bisschen qualitative Marktforschung betreibt, dann merkt man auch, dass Content-Marketing ein klarer Begriff ist. Jeder kann sich darunter etwas vorstellen – Marketing mit Content halt. Mein Kollege Mael Roth sagt hier auch so schön, dass Journalisten sich eher dem Content-Marketing-Gedanken anschließen. Die Menschen, die vorher mit Content zu tun haben, können sich damit gut identifizieren. Liegt ja auch nahe.

Beim Inbound-Marketing dagegen ist es schon etwas schwerer. Der Begriff ist nicht jedem klar. Dennoch ist die Erklärung für Unternehmen oft einleuchtender – mache kein Outbound-Marketing, sondern mache Inbound-Marketing. Danach versteht jedes Unternehmen diese neue Methode und sieht, was daran so innovativ und revolutionär ist. Deshalb fokussieren sich auch viele Agenturen auf diesen Begriff.

Inbound-Marketing ist eher eine Philosophie als eine Marketingmethode. Es geht eben darum, sein Marketing so auszurichten, dass man gefunden wird.

Ein Fazit

Auch wenn wir Marketer es lieben, Buzzwords zu erschaffen, haben beide Methoden ihre Daseinsberechtigung. Beim Content-Marketing geht es darum, Inhalte zu recherchieren, zu generieren und zu promoten. Inbound-Marketing dagegen fokussiert sich darauf, einen Content Hub zu erstellen, um Besucher anzuziehen und daraus begeisterte Kunden zu machen.

Content-Marketing passt besser für Journalisten und Marketer. Inbound-Marketing dagegen verstehen Unternehmer besser.
HubSpot ist mit einem Jahresumsatz von ca. $180 Millionen gut aufgestellt. Das Content-Marketing Institute setzt dagegen ca. $10 Millionen um, hat aber dennoch einen guten Einfluss. Wer das Rennen am Ende macht, wird sich zeigen. Aber eigentlich ist das egal.

Ich mag dazu auch Brian Halligans Metapher mit dem Arc Reactor von Ironman: Inbound-Marketing geht nicht ohne Content-Marketing, und Content-Marketing geht nicht ohne Inbound-Marketing.

Marketing war schon immer ein schwammiges Feld. Die Disziplinen sind sich zu ähnlich, um sie auseinanderzuhalten. Es sind eben zwei Seiten einer Medaille, zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen mit demselben Ergebnis. Der gemeinsame Nenner ist Content. Content ist die Zukunft. Egal wie du es nennst.

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6 Kommentare
Olaf kopp

Also je oefter man den text liest kommt es so vor als ob der gute vladislav zu tief in tdf*idf analyse geschaut hat und mit der brechstange bestimmte keywords un einer bestimmten haeufigkeit nutzen musste. Da kommen dann so sinnfreie vergleiche zustande wie den umsatz von hubspot mit dem vom content marketing institute zu vergleichen. Das ganze wirlt dann ein bissvhen wie ein sammelsurium aus allen artikeln, die ganz gut ranken fuer die begriffe aber der inhaltliche rote faden bleibt ein bisschen auf der strecke.

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Vladislav Melnik
Vladislav Melnik

Hi Olaf,

danke für die Kritik!

Tf-idf-Analysen oder so mache ich nicht. Das passiert alles organisch.

Die Umsätze zu vergleichen macht meiner Meinung nach sehr viel Sinn, da es eine gewisse Power darstellt. Und mit Power kann man viel bewegen, auch Begriffe am Markt. Das „Inbound Marketing“ so verbreitet ist, hat sicherlich eine Menge mit HubSpot zu tun.

Auch wenn ich mich dem Inbound-Marketing-Gedanken anschließe, wollte ich mit dem Beitrag einfach eine nüchterne und möglichst objektive Analyse und Abgrenzung darstellen. Ist mir auch gut gelungen, wenn ich das so sagen darf! :)

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Olaf Kopp

Über die Zuordnung kann man streiten, ob Inbound Marketing nun Oberbegriff für Content-Marketing ist oder umgekehrt. Das hat etwas mit dem Blickwinkel zu tun. Betrachtet man es nach der Zielausrichtung ist Inbound Marketing taktisch und Content-Marketing kann taktisch in Form von Kampagnen oder auch Strategie sein. Dann wäre CM der Oberbegriff. Oder man bezeiht es auf die Art der Traffic Generierung also Inbound. Dann ist IBM der Oberbegriff. Darum ging es mir aber nicht.

Für mein Empfinden ist der Beitrag etwas zu stark um den heissen Brei rungeschrieben. Die Überschrift besagt, dass es um den Unterschied zwischen CM und IBM geht. Stattdessen wird aber die 1/3 des Beitrags auf Geschichte und Entstehung von Content Marketing und Inbound Marketing geschrieben. Dann zitierst Du einige renommierte Quellen dazu, wie die das Thema betrachten.

Dann die Aussage “Richtig ist das, was der Markt sagt”. Finde ich sehr opportunistisch gedacht. Also hat die Masse immer Recht?

Dann sprichst Du von qualitativer Marktforschung. Hast du die wirklich gemacht? Ich denke nicht …

Und in Deinem Fazit kommst Du dann zu einer nicht wirklich klaren Abgrenzung:
“Inbound-Marketing dagegen fokussiert sich darauf, einen Content Hub zu erstellen, um Besucher anzuziehen und daraus begeisterte Kunden zu machen.“
Also mit Content-Marketing will man also keine Kunden machen?

Der eigentliche Unterschied ist doch, dass beim Inbound Marketing der eigentliche Fokus auf der Lead-Verwertung mit Hilf von Conversion-Optimierung, Marketing-Automation, CRM-Systemen, Vertriebsaktivitäten etc. geht. Das lässt du als Kriterium zur Abgrenzung total aussen vor, obwohl das nach meiner Meinung der wichtigste Bereich ist wo die Abgrenzung der beiden Marketingformen stattfindet. Dazu bin ich ja auch schon in meiner Aktualisierung meiner Inbound-Marketing-Übersicht eingegangen http://www.sem-deutschland.de/was-inbound-marketing/

Und Umsätze zwei völlig verschiedener Geschäftsmodelle als Maß zur Differenzierung der Themen für die die beiden Unternehmen stehen heranzuziehen finde ich schlichtweg Äpfel mit Birnen vergleichen. Die einen bieten eine wollen eine Software verkaufen. Die anderen bieten Consulting an. Das wäre so als ob wir uns mit Sistrix Searchmetrics vergleichen würden. Wir bedienen zwar das gleiche Thema. Haben aber komplett verschiedene Geschäftsmodelle.

Im großen und ganzen finde ich deshalb den Argumentationsstrang nicht richtig durchdacht.

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Vladislav Melnik
Vladislav Melnik

Moin Olaf,

ja, über die Zuordnung kann man streiten. Damit habe ich mich beschäftigt und am Ende gibt es einfach zwei unterschiedliche Lager. Da gibt’s kein richtig oder falsch.

Vielleicht ist die Aussage „Richtig ist das, was der Markt sagt“ etwas zu opportunistisch, finde ich aber nicht. Wenn alle Experten einen Begriff für „richtig“ empfinden, der Markt aber etwas völlig anderes sagt, dann hat der Markt (aus unternehmerischer Sicht) recht. Nur wenn man die Sprache des Marktes spricht, kann man mit ihm auch effizient kommunizieren.

Es gab keine formale qualitative Marktforschung mit einem Anfang und einem Ende. Aber das mache ich regelmäßig. Ich unterhalte mich regelmäßig mit dem Markt.

Ich fand’s schwer, ein klares Fazit zu ziehen, sind beides sehr schwammige Felder. Mit deinen Differenzierungspunkten hast du Recht, das hätte ich noch hinzufügen sollen!

Beim Umsatz ging’s mir gar nicht um das Geschäftsmodell, sondern um die Finanzstärke. Wer hat genug Kleingeld in der Kasse, um einen Begriff am Markt zu promoten?

Großes Dankeschön für dein detailliertes Feedback!

Call Center
Call Center

Hallo Herr Melnik,

Vielen Dank für den sehr interessanten und ausführlichen Artikel. Habe mich gefreut endlich mal einen ausführlichen Beitrag über Inbound /Outbound Marketing zu lesen. Jetzt ist es mir sehr viel klarer was der hauptsächlicher Unterschied der beiden Marketing Strategien ist.
Ich denk aber das Inbound die Zukunft des Marketing ist. .
War persönlich überrascht das der Content-Marketing viel beliebter ist. Ich bin eher ein Typ für Inbound Marketing, es ist viel Kunden freundlicher da der Kunde auf einen selber zukommt. Vor kurzem bin ich auf folgende interessante Seite https://groe.me/blog/ gestoßen. Manchen deinen Aussagen kann ich nicht zustimmen und über das Fazit kann man sich ja nochmal unterhalten. Finde aber du hast einen interessanten Artikel gemacht und nochmals einen Dankeschön.

Mit freundlichen Grüßen
S.Otto

Antworten
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik

Hey ho,

vielen Dank! Ich bin auch davon überzeugt, dass Inbound Marketing die Zukunft ist. Vor allem für kleinere Unternehmen. Ob es jemals Outbound Marketing komplett ablösen wird, das wird sich noch zeigen. Aber die Statistiken sprechen auch gegen Outbound.

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