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Startups

Cookies: Erste Screenshots der mysteriösen Payment-App aus Berlin veröffentlicht

(Foto: Mockdrop/t3n)

Unterstützt von den Wunderlist-Machern schickt sich das Berliner Startup Cookies an, eine Payment-App mit Viralfaktor auf den Markt zu bringen. Jetzt sind erste Screenshots und Details zu den Funktionen veröffentlicht worden.

Cookies lässt die Katze aus dem Sack

Ende 2015 überraschte ein Berliner Payment-Startup mit einer außergewöhnlichen Finanzierungsrunde: 1,5 Millionen Euro sammelte die Jungfirma Cookies in einer Seed-Finanzierung ein. Als außergewöhnlich durfte vor allem die Riege der Investoren bezeichnet werden, die das von den ehemaligen Number26-Mitarbeitern Lamine Cheloufi und Garry Krugljakow gegründete Unternehmen von sich überzeugen konnte. So beteiligten sich unter anderem die Wunderlist-Macher und StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani an Cookies.

Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi: Beide haben vorher bei Number26 gearbeitet. (Foto: Cookies)
Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi: Beide haben vorher bei Number26 gearbeitet. (Foto: Cookies)

Um was für eine Payment-App es sich dabei genau handelt, dazu hielt sich das Startup damals äußerst bedeckt. Mehr als die etwas kryptische Aussage, mit Cookies könne man Geld in Sekunden von Konto zu Konto schicken und empfangen, ließ sich Mitgründer Cheloufi nicht entlocken. Und: „Menschen sollen nicht länger durch die Abhängigkeit von Bankautomaten, Bargeld oder IBANs gestört werden“, so die damalige Erklärung im Wortlaut.

Jetzt – vier Monate später – lässt Cookies die Katze zumindest teilweise aus dem Sack. Heute wurden weitere Details zur Funktionsweise sowie erste Screenshots der App veröffentlicht. Insgesamt sechs Abbildungen offenbaren einen Blick auf das Design und die Art und Weise, wie Nutzer künftig in Sekunden Geld über das Smartphone transferieren können sollen.

So sieht die Payment-App von Cookies aus
(Bild: Cookies)

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Die wichtigsten Cookies-Funktionen im Überblick

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Anwendung optisch kaum von schon länger bestehenden Diensten wie Cringle, Elopay oder dem zwischenzeitlich durchaus vielversprechenden Payfriendz. Nach Angaben von Cookies verfüge die App jedoch über eine Vielzahl von Besonderheiten, die den Geldtransfer auf dem Smartphone besonders zugänglich und reizvoll machen sollen. Zu den Kernfunktionen zählen demnach:

  • Überweisen ohne IBAN und BIC: Stattdessen kann über die Handynummer oder E-Mail-Adresse bezahlt werden. Empfänger werden einfach aus dem Adressbuch ausgewählt
  • Keine TAN-Listen oder TAN-Geräte: Zahlungen sollen per Fingerabdruck oder Cookies-PIN bestätigt werden.
  • „Paymojis“ statt Verwendungszwecke: Cookies stellt Paymojis als Erweiterung von Emojis vor. Beim Bezahlen wird demnach einfach ein Paymoji ausgewählt, anstatt Verwendungszwecke einzutippen. Einige Paymojis sollen über Spezial-Funktionen verfügen und beispielsweise schnellere Überweisungen auslösen.
  • Alle Banken: Die App soll für Kunden aller deutschen Kreditinstitute kostenlos nutzbar sein.
  • Gamification und künstliche Intelligenz: Erkenntnisreiche Details nennt das Startup hier nicht. Ein spezieller Emoji auf dem Startbildschirm der App soll unter Zuhilfenahme von Künstlicher Intelligenz jedoch „besondere Fähigkeiten“ für die Verwaltung der App entwickeln.

Weitere Details – vor allem was die technischen Hintergründe angeht – bleibt Cookies in seiner Erklärung vorerst schuldig, und auch die Frage nach dem Geschäftsmodell bleibt erst mal unbeantwortet. Aktuell befindet sich die Anwendung, die für iOS, Android und den Browser erscheinen soll, in einer internen Testphase. Schon seit Januar können sich Nutzer für einen geschlossenen Betatest anmelden. Wann die App endgültig an den Start geht, ist unklar.

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8 Reaktionen
Tobi

Ich kann damit absolut nichts anfangen. Welche Zielgruppe möchte man damit erreichen?

Simon

Egal auf welcher deutschen Plattform über etwas unkonventionelles, neuartiges berichtet wird. Ich weiß immer schon im Vorfeld, was mich in den Kommentaren erwartet. Nichts als blanker Pessimismus gemischt mit gehässigen, herablassenden Kommentaren. Als wären die Gründer / Entwickler kleine Schuljungen, die während der gesamten Entwicklungsphase nicht so weit gedacht haben, wie derjenige, der sich in 5 Minuten eine Meinung bildet und kommentiert. Macht euch doch alle mal etwas locker und legt diesen, leider sehr deutschen, Pessimismus ab. Man muss nicht alles gleich bejubeln, als wäre es das Rad 2.0, aber lasst den Leuten doch ein wenig Raum ihre Visionen zu realisieren.

Jan

Wow... Die tun immer so innovativ und geheimnisvoll, haben aber im Endeffekt nur bestehende Apps wie Lendstar, Cringle usw. geklont.

Wo bitte sind die großen Unterschiede und die Innovation?

Typisch Dariani: Nach Facebook klont er jetzt Cringle und Lendstar

Dan

So wie es ausschaut, benötigt der Empfänger ebenfalls einen Account. Jeder muss doch wahrscheinlich seine IBAN mit seiner Mobilfunknummer verknüpfen? Dann muss man nur noch seinen Bekanntenkreis dazu bringen, sich die App zu laden, einen Account zu erstellen, seine Mobilfunknummer, seine Bankdaten zu hinterlegen und Lastschrift akzeptieren? Oder täusche ich mich? Hat auch schon super mit den Whatsapp-Alternativen funktioniert xD

Ich bin echt gespannt.

SWISS

Ich, sowie viele schlaue Menschen benutzen Telegram. Sei schlau.

Herman

"Überweisen ohne IBAN und BIC: Stattdessen kann über die Handynummer oder E-Mail-Adresse bezahlt werden. Empfänger werden einfach aus dem Adressbuch ausgewählt"

Da bin ich aber mal gespannt, wie das Geld von meinem Bankkonto weggehen soll/ zu meinem Bankkonto kommen soll, wenn ich meine IBAN nirgendwo angeben brauche ;-)?

Oder ist das mal wieder nur Heißdüsen-Dampfplauderei, und jeder, der sich anmeldet, muss als erstes seine Bankverbindung in der App hinterlegen?

Thomas

Ich habe mir schon ende 2015 gedacht, dass das nichts besonderes sein kann. Meine Einschätzung wurde jetzt bestätigt.

Dass das ganze ohne IBAN und BIC funktioniert ist ja nur die halbe Wahrheit. Um überhaupt Geld in dieses System zu bekommen muss ich doch wieder erstmal meine Kontodaten angeben und vielleicht sogar Lastschrift erlauben. Möglicherweise sogar selbst erstmal Geld auf das entfernte Konto überweisen. Was noch unbequemer ist. Man hat also doch wieder mit IBAN/BIC, Kreditkarten, PayPal und so weiter zu tun. Warum sollte ich dann nicht direkt einen dieser Dienste verwenden?

Darüber hinaus wirkt die App für mich wie ein Messenger, der dazu einlädt, dass sich der gesamte Freundeskreis kollektiv verschuldet.

Welche Interessanten Daten bei der Nutzung eines solchen Service entstehen braucht man wohl kaum erwähnen. Engste Beziehungen zu Freunden denen man Geld leihen würde geknüpft mit dem Verwendungszweck. Darüber hinaus vermutlich noch Positionsdaten, damit man nicht selbst eingeben muss, wo man das Geld ausgegeben hat und zuletzt dann noch die restlichen anfallenden Metadaten. Facebook lässt grüßen...

Cookies App

Hallo Thomas!
Toll, wie intensiv du dich damit auseinandersetzt.

Bei Cookies verknüpfst du einmalig dein Konto - das dauert nur 60 Sekunden. Danach kannst du Geld an alle Kontakte per Handynummer & E-Mail senden - ohne ihre IBANs und BICs zu kennen. Und natürlich ohne TAN, da Zahlungen per Fingerabdruck oder Cookies-PIN bestätigt werden.

Das Geld wird direkt von Bankkonto zu Bankkonto überwiesen - und muss nicht zuerst auf ein Cookies-Konto überwiesen werden. Cookies ist keine klassische E-Wallet.

Wir würden uns sehr freuen, dich als Beta-Nutzer zu haben und dein Feedback direkt zu erhalten!

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