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Cookies: Klarna übernimmt Berliner Hype-Startup

Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi. (Foto: Cookies)

Der Bezahlriese Klarna übernimmt das Team hinter dem insolventen Fintech-Startup Cookies. Dessen App rettet der Deal zwar nicht – immerhin sollen so die Arbeitsplätze erhalten bleiben. 

Namhafter Käufer für krisengeschütteltes Startup: Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna übernimmt mit sofortiger Wirkung das Berliner Fintech-Startup Cookies. Wie t3n erfuhr, handelt es sich dabei um einen Asset-Deal ähnlich eines sogenannten Acqui-Hire. Bei einem solchen Deal wird ein Startup wegen der kompetenten Mitarbeiter gekauft. In der Regel fließt dabei weniger Geld als bei einem regulären Verkauf. Zu den Kaufmodalitäten wollte sich ein Sprecher nicht äußern, Klarna habe jedenfalls keinen festen Betrag pro Mitarbeiter gezahlt. Auf Nachfrage von t3n.de ist von einer „unbedeutenden“ Summe die Rede.

Klarna ermöglicht es Verbrauchern, erst nach Warenerhalt zu bezahlen und übernimmt gleichzeitig das Kredit- und Betrugsrisiko für Händler. Das Unternehmen aus Stockholm beschäftigt mittlerweile mehr als 1.400 Mitarbeiter. Mit Cookies verleibt sich Klarna eines der gehyptesten Berliner Startups der vergangenen Monate ein.

Insolvenz ging Streit im Management voraus

In den vergangenen Monaten sorgte das von den ehemaligen N26-Mitarbeitern Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi gegründete Unternehmen gleich mehrfach für Aufsehen. Erst wurde die Bezahl-App von Cookies über Monate durch die Medien gereicht, dann musste das Jungunternehmen plötzlich Insolvenz anmelden.

Mit der Cookies-App wollte das Berliner Startup den mobilen Geldtransfer vereinfachen. (Foto: t3n)
Mit der Cookies-App wollte das Berliner Startup den mobilen Geldtransfer vereinfachen. (Foto: t3n)

Vorausgegangen war ein heftiger Streit im Management, wonach Cookies-Gründer Krugljakow aus bisher ungeklärten Gründen die Zustimmung für eine wichtige Zwischenfinanzierung verweigert haben soll. Mitgründer Cheloufi machte seinem Ärger jüngst in einem Blogbeitrag Luft: „Ein zerrüttetes Verhältnis ist keine Rechtfertigung für die Verhinderung einer Finanzierung, die das Weiterbestehen eines Unternehmens und damit auch von Arbeitsplätzen sichert“, schrieb er.

Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Immerhin: Durch die Übernahme von Klarna sollen zumindest die Arbeitsplätze bei dem Berliner Startup erhalten bleiben. Wie ein Sprecher gegenüber t3n.de mitteilte, seien vorerst keine Entlassungen geplant. 16 von insgesamt 17 Mitarbeiter hätten bereits einen Weiterbeschäftigungsvertrag unterschrieben.

Unter dem Dach von Klarna soll das Cookies-Team unter Leitung von Cheloufi an neuen Projekten arbeiten. Welche das sind, wollte das Unternehmen nicht sagen. „Die Marke und auch die App von Cookies sind aber Geschichte“, sagte der Sprecher.

Mehr zum Thema: Portrait Peer-to-Peer-App Cookies – Was steckt hinter dem Hype?

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