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Cortana bekommt einen zentralen Platz im Betriebssystem

(Bild: Shutterstock / ymgerman)

Der Sprachassistent Cortana bekommt einen neuen Platz. Das ist eine gute Nachricht, auch für Nutzer, die Microsofts Siri-Ersatz gar nicht verwenden.

Alle reden von Sprachassistenten – und auch Microsoft baut um. Cortana soll für alle Windows-10-Nutzer in Zukunft nicht mehr mit der Suche verknüpft sein, sondern einen zentralen Platz im Betriebssystem finden. Das geht aus einem neuen Insider-Built von Windows hervor, den Microsoft jetzt bereitstellt. Gleichzeitig soll die textbasierte Suche weiter ausgebaut und überarbeitet werden. Microsofts Windows-Insider-Chefin Dona Sarkar erklärt: „Beide Search Experiences sollen unabhängig voneinander weiterentwickelt werden, jeweils im Sinne der Zielgruppe und der Use Cases.“ Zusätzlich soll Cortana mit dem Zeitmanagement-Tool Microsoft To Do integriert werden. Die Änderungen sollen mit dem nächsten großen Update im April 2019 veröffentlicht werden.

Cortana und Textsuche: Beide sollen sich weiterentwickeln

Microsoft hat, das wird aus einem Blogbeitrag deutlich, offenbar eingesehen, dass die Suche nicht zwangsläufig mit dem digitalen Assistenten zusammengehört. Der Schritt, der offenbar schon vor rund einem Jahr geplant war, zeigt, dass beim klassischen Notebook oder Desktop-PC die Kundenwünsche in Sachen Bedienung gänzlich andere sind, als beim Smartphone oder Tablet. Während Nutzer ihr Smartphone wie selbstverständlich per Sprachbefehl steuern, hat sich das bei PCs nicht durchgesetzt. Der Grund dürfte auch darin liegen, dass die Tastatur- und Mausbedienung über viele Jahre erlernt wurde.

t3n meint: Sprachsteuerung wird ein wichtiger Trend in den nächsten Jahren – aber vor allem dort, wo es keine Maus oder Tastatur gibt, also beim Smartspeaker im Wohnzimmer oder auch beim Mobilgerät. Microsoft sollte sich vielmehr endlich um die Optimierung der schriftbasierten Suchfunktion kümmern. Hier hat das Betriebssystem nämlich echte Defizite – und das seit Jahren, ach was: seit Jahrzehnten. Diese lassen sich teilweise mit Bordmitteln und Indexierung, teilweise mit zusätzlichen Tools beheben, aber intuitiv ist das nicht. Tobias Weidemann

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