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Cortana zieht um: Was Microsoft mit seinem digitalen Assistenten vorhat

Cortana wird bald nicht mehr in der Suche zu finden sein. Das könnte Microsofts digitalem Assistenten aber gut tun. (Bild: Shutterstock / ymgerman)

Microsoft will Cortana umlegen – allerdings nur im übertragenen Sinn. Dass der digitale Assistent unter Windows angesichts der Konkurrenz etwas Unterstützung brauchen kann, sieht wohl auch Microsoft.

Microsofts digitaler Assistent Cortana wird künftig nicht mehr in der Suche zu finden sein, sondern kommt laut Medienberichten ins Action-Center (auch Info-Center genannt) von Windows 10. Das berichtet Windowscentral.com unter Berufung auf Quellen aus dem Unternehmensumfeld. Microsoft wolle, so heißt es etwas blumig, „dadurch das Cortana-Erlebnis verbessern“.

Cortana soll offenbar prominenter platziert werden

Dass das durchaus sinnvoll ist, belegt die Tatsache, dass Cortana bereits heute mit zahlreichen Benachrichtigungen verknüpft ist, die Windows-Nutzer regelmäßig informieren und die eben dort zu finden sind, wo jetzt auch Cortana untergebracht werden soll. Was aber wohl auch dahintersteckt ist der Wunsch des Herstellers, den digitalen Assistenten möglichst prominent zu platzieren und dadurch die Nutzung zu forcieren. Zudem plant Microsoft eine chat-basierte Benutzerführung, die wahrscheinlich im Rahmen des Spring-Updates für Windows 10 fertig wird. Auch diese soll im Umfeld des Action-Centers angesiedelt sein.

Laut den Gerüchten, die bei Windowscentral.com zu finden sind, soll im Rahmen des Spring-Updates auch das Action-Center umgestaltet und mehr auf die Bedürfnisse und UI von Cortana zugeschnitten werden. Das letzte Redstone 4 Insider Preview Build belegt diese These.

Insbesondere im PC-Umfeld werden digitale Assistenten weniger selbstverständlich genutzt als beispielsweise im Zusammenhang mit Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets oder auch mit interaktiven Lautsprechersystemen wie Amazons Echo oder Echo Dot. Zudem liegt Cortana bislang noch in vielen Bereichen hinter Alexa, Siri und Google Assistant zurück. Laut einer wissenschaftlichen Studie überzeugte Cortana lediglich bei untypischen Fragen, bei denen die KI ihre Fähigkeiten ausspielen konnte.

Was Microsoft außerdem dazu bewogen haben könnte, Cortana prominenter zu platzieren, ist die Konkurrenz, die dem Unternehmen im Nacken sitzt. Amazon hatte nämlich anlässlich der CES verkündet, das Alexa bald auch auf Windows-PCs verfügbar sein werde. Insbesondere Kunden, die Alexa bereits von anderen Geräten her kennen, dürften hierfür zu begeistern sein.

Mehr künstliche Intelligenz könnte Cortana gut tun

Wenn Microsoft, wie geplant, weiter an den KI-Fähigkeiten seines digitalen Assistenten arbeitet, könnte Cortana hier ein interessantes Alleinstellungsmerkmal bekommen – insbesondere, weil bei künstlicher Intelligenz die rechenstärkere Hardware, über die ein PC naturgemäß verfügt, deutlich bessere Ergebnisse bringt. Was klar für Cortana spricht, ist die große Installationsdichte. Nun muss Microsoft es nur noch schaffen, dass diese potenziellen Nutzer auch tatsächlich Cortana so selbstverständlich nutzen wie das bei anderen digitalen Assistenten geschieht.

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Eine Reaktion
Renard

Ich würde es besser finden, wenn Cortana abschaltbar werden würde. Ist es Datenschutztechnisch überhaupt erlaubt zwangsweise eine solche Funktion zu installieren, die keine Deaktivierung zulässt?

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