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Coworking at its best: So funktioniert produktives Arbeiten im Gemeinschaftsbüro.

(Foto: t3n)

In Coworking-Spaces arbeiten die unterschiedlichsten Typen Kopf an Kopf. Wie kann das funktionieren? Mit diesen zehn goldenen Regeln.

Unabhängig, individuell und möglichst „social“ – so sieht heute für viele Berufstätige der ideale Arbeitsplatz aus. Vor allem bei Selbstständigen oder jungen Gründern ist das Konzept „flexibles Arbeiten“ schwer angesagt. Wer nicht im Homeoffice arbeiten will, kann mittlerweile aus einer ganzen Reihe von innovativen Arbeitsplatzmodellen auswählen. Das Angebot reicht von einzelnen Schreibtischen zur Untermiete bei Unternehmen bis hin zu Coworking-Spaces und Serviced Offices. Das flexible Arbeiten ist längst kein temporärer Trend mehr, sondern hat sich  auch in Deutschland etabliert.

Coworking bietet Nutzern zahlreiche Vorteile: Die meisten dieser Spaces sind weitläufig, stellen unterschiedlich ausgestattete Räumlichkeiten zur Miete bereit, warten mit Sofas, Kaffeemaschine und Eventflächen auf und bieten durch all das eine Arbeitsatmosphäre, die eher an ein Café denn an ein Büro erinnert. Gerade für Gründer in der Startphase oder aber Freiberufler sind auch die flexiblen Vertragslaufzeiten und damit realisierbare Kostenersparnisse im Vergleich zu konventionellen Mietverträgen attraktiv. Denn: Nutzer zahlen nur dann, wenn sie den Schreibtisch oder das Büro auch wirklich brauchen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium, das Coworking so beliebt macht: Dieses Arbeitskonzept bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Gründern oder Kreativen auszutauschen. Und das kann überaus spannend sein. Schließlich kommen in einem Coworking-Space die unterschiedlichsten Typen zusammen: der entspannte Freelancer, der ehrgeizige Gründer, der ambitionierte Networker, der digitale Nomade und der freiheitsliebende Angestellte. Doch wie ist es möglich, dass diese unterschiedlichen Typen auf der gleichen Fläche jeder für sich und doch zusammen auch produktiv und effizient arbeiten können?

Indem jeder Coworker diese zehn goldenen Regeln befolgt:

1. Du bist hier nicht zum Spaß!

Im Vordergrund steht die Arbeit. Im Coworking-Space werden schließlich „Arbeits“-plätze vermietet. Zwischen Kaffee, Zigaretten und Feierabendbier will hier jeder produktiv und erfolgreich sein. Auch wenn die chillige grüne Sofalandschaft vielleicht im ersten Moment darüber hinwegtäuscht. Entsprechend gefragt und gewünscht ist eine professionelle Einstellung.

2. Gemeinsam klüger

Wenn Du die Möglichkeit hast, dir auf der Gemeinschaftsfläche einen Schreibtisch auszusuchen, dann am besten dort, wo Coworker aus der gleichen oder aus ähnlichen Branchen sitzen. Gerade als Gründer kann es sehr hilfreich sein, Erfahrungswerte auszutauschen und sich gegenseitig durch Tipps zu unterstützen.

3. Ein großer Raum hat viele Ohren

Sich ohne großen logistischen Aufwand mit Experten aus ähnlichen Fachbereichen zu beraten, gemeinsam um die Ecke zu denken und so den eigenen Horizont zu erweitern, ist ein klarer Vorteil beim Coworking. Denk aber dran: Auf der Gemeinschaftsfläche arbeiten letztlich auch Konkurrenten. Also gehe nicht zu leichtfertig mit Interna um, nur weil du eben mit deinen Schreibtischnachbarn noch gemeinsam über einem Kaffee gebrainstormt hast. Im Zweifel buch dir lieber auch mal für einen Tag ein Einzelbüro oder einen Meetingraum. Dafür sitzt du schließlich im flexiblen Coworking-Space! Und von sensiblen Jobdetails einmal abgesehen: Auch Privates sollte privat bleiben. Nicht jeder muss wissen, was du am Wochenende getrieben hast (Du bist hier nicht zum Spaß).

4. K-e-i-n-e Lautstärke, Baby!

Im Coworking-Space kommen die unterschiedlichsten Typen zusammen – und nicht selten entstehen dabei interessante Bekanntschaften und sogar Freundschaften. Trotzdem geht es am Ende des Tages darum, etwas Neues zu schaffen, kreativ zu sein, To-dos erfolgreich abzuhaken. Damit auch alle ans Ziel kommen, heißt es: Rücksicht aufeinander nehmen. Möglichst leise telefonieren. Keine laute Musik hören. Überbordendes Gelächter vermeiden. Oder mit einer altbekannten philosophischen Lebensweisheit ausgedrückt: „Die Freiheit des einen hört da auf, wo die Freiheit eines anderen verletzt wird.“

5. Du bist nicht der Boss!

Auch wenn du deinen Schreibtisch im Coworking-Space nur für drei Monate angemietet hast: In den drei Monaten bist du Teil eines Ganzen. Einer Community. Du machst dein Ding, aber du bist nicht der Boss. Wenn du also gestresst bist oder die Dinge mal nicht so laufen wie geplant, dann lass es nicht an den anderen aus.

6. Es geht um Sein und Werden – und nicht um Haben

Beim Coworking kann jeder Teil der Community werden. Egal, was er vorher beruflich geschafft, vielleicht aber auch nicht geschafft hat. Und egal, was er nun vorhat. Begegne deinen „Kollegen“ auf Augenhöhe. Erfolg heißt nicht nur, am Ende das richtige Geschäftsergebnis einzufahren, sondern auch, sich einen Traum zu erfüllen und eine eigene Idee umzusetzen.

7. Ordnung ist ein Teil der Miete

Nochmal zurück zum Community-Gedanken. Auch, wenn das lässige Ambiente dazu verleitet, es sich mitunter am Schreibtisch gemütlich zu machen: Du bist eben nicht im Homeoffice. Also halte deinen Arbeitsplatz sauber, schmeiß Essensreste weg und fang bitte nicht damit an, unter deinem Schreibtisch Pfandflaschen zu sammeln. Auch in einem Coworking-Space schauen schließlich hin und wieder Kunden, Geschäftspartner oder Investoren vorbei. Pluspunkte gibt es, wenn du darüber hinaus auch mal freiwillig die Spülmaschine in der Gemeinschaftsküche ausräumst. Nur wo Ordnung herrscht, ist auch Platz für kreatives Chaos.

8. Bei Fragen oder Problemen: Frag deinen Community-Manager

Ein Coworking-Space ist nur so gut wie sein Community-Manager. Achte bei der Wahl eines Anbieters darauf, dass es dort einen zentralen Ansprechpartner für organisatorische, logistische oder auch soziale Fragen gibt. Der so genannte Community-Manager kann bei allerlei Themen und Problemen vor Ort helfen. Man könnte ihn auch als „Feel-Good-Manager“ bezeichnen. Letztlich sorgt er dafür, dass sich die Nutzer möglichst ungehindert auf das Wesentliche konzentrieren können: ihre Arbeit. Und das in einer Wohlfühlatmosphäre.

9. Pausenraum 3.0

Wer hart arbeitet, hat sich auch mal eine Pause verdient. Um an einem langen Tag zwischendurch neue Energie zu sammeln und wieder in Schwung zu kommen, ist neben gutem Kaffee (und der ist wirklich nicht zu unterschätzen!) auch ein voll ausgestatteter Pausenraum essenziell. Hier können du und deine Co-Worker auch mal auf andere Gedanken kommen. Ob du es glaubst oder nicht: Eine Partie Kicker kann wahre Wunder wirken, um Denkblockaden zu lösen.

10. Networking at its best

Feierabend! Nach getaner Arbeit gilt: Zusammen anstoßen auf die geschafften Meilensteine. Und gemeinsam neue Ideen schmieden. In den meisten Coworking-Spaces gibt es regelmäßige Afterwork-Happenings, bei denen du abseits der eigentlichen Arbeit in lockerer Atmosphäre mit deinen Coworkern, aber auch beispielsweise mit geladenen Impulsgebern ins Gespräch kommen kannst. Oder dich mit spannenden Vorträgen weiterbilden kannst. Oder neue Kontakte knüpfen kannst. Damit wird der Coworking-Space zu einem grenzenlosen Pool an neuen Möglichkeiten. Die solltest du ergreifen.

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