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Tödlicher Crash mit Roboterauto: Uber räumt Softwarefehler ein

Selbstfahrendes Auto von Uber. (Bild: Volvo)

Uber soll bei den Untersuchungen eines tödlichen Unfalls mit einem seiner selbstfahrenden Autos einen Softwarefehler als Ursache ausgemacht haben. Demnach war die Objekterkennung falsch eingestellt.

Mitte März war erstmals ein Mensch bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto ums Leben gekommen. Ein Roboterauto des Fahrdienstvermittlers Uber hatte im autonomen Modus eine Frau, die die Fahrbahn überquerte, erfasst. Der hinter dem Steuer sitzende Fahrer soll just in diesem Augenblick unaufmerksam gewesen sein und nicht eingegriffen haben. Jetzt hat Uber im Rahmen interner Untersuchungen die Ursache für den Crash ermittelt – ein Softwarefehler, wie The Information unter Berufung auf Insider berichtet.

Dem Bericht zufolge sollen die Sensoren des selbstfahrenden Uber-Autos die Frau wahrgenommen haben. Die Software soll aber entschieden haben, dass keine Reaktion erforderlich sei. Grund dafür ist, dass die Software des Roboterautos Objekte auf der Fahrbahn, etwa Plastiktüten, als ungefährlich identifizieren muss. Anderenfalls würde ein selbstfahrendes Auto alle paar Meter bremsen. Die Software, so die Erklärung Ubers, sei im Falle des unfallverursachenden Autos zu lasch eingestellt gewesen.

Roboterauto von Uber: Software oder Sensoren mitschuldig an Unfall?

Möglich sei aber auch, dass die mit dem Umstieg von Ford- auf Volvo-Wagen erfolgte Reduzierung von Sensoren eine Mitschuld an dem Unfall trage, wie die Nachrichtenagentur Reuters vor einigen Wochen mutmaßte. Demnach verfügten die Uber-Roboterautos nur über ein Lidar-Gerät, zuvor waren es acht. Die autonomen Autos von Google-Schwester Waymo setzten dagegen sechs Lidar-Systeme ein. Die tatsächliche Unfallursache wird wohl spätestens der ausführliche Untersuchungsbericht der Verkehrsbehörde NTSB preisgeben.

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Volkswagen Sedric. (Bild: Volkswagen Group)

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Uber hatte sich Ende März mit den Hinterbliebenen des Unfallopfers auf die Zahlung einer Entschädigung geeinigt. Der Gouverneur des US-Bundesstaates Arizona, wo der Unfall passierte, hat Uber derweil die Genehmigung für weitere Testfahrten mit den Roboterautos entzogen. Wegen des Unfalls haben auch andere Unternehmen wie Toyota vorübergehend ihre Probefahrten mit autonomen Fahrzeugen unterbrochen.

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