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Crowdfunding-Pleite: Aus für 3D-Audio-Startup trotz 20.000 Vorbestellungen

Die Ossic-X-Kopfhörer werden jetzt nicht mehr ausgeliefert. (Foto: Ossic/Kickstarter)

Über 20.000 Vorbestellungen per Crowdfunding haben nichts geholfen. Das Startup Ossic, das hochwertige Kopfhörer für 3D-Sound herstellen wollte, ist pleite. Jetzt droht dem Team eine Sammelklage.

Im Januar 2017 hatte das kalifornische Startup Ossic über die Crowdfunding-Plattformen Kickstarter und Indiegogo über 22.000 Vorbestellungen für seine High-End-Kopfhörer erhalten. Insgesamt sechs Millionen US-Dollar kamen dabei zusammen. Zusätzlich hat das Team eigenen Angaben nach eine bedeutende Frühphasenfinanzierung ergattern können. Aber offenbar waren die Millionen nicht genug. Jetzt hat Ossic das Aus der Firma verkündet.

Crowdfunding: Nur 80 Ossic-X-Kopfhörer ausgeliefert

Das Startup hatte Anfang des Jahres die Auslieferung der ersten 80 Ossic-X-Kopfhörer in der Entwicklerversion bekanntgegeben. Jedes dieser Geräte kostete 999 Dollar. Insgesamt sollen nur 250 Kopfhörer hergestellt worden sein. Um allen Vorbestellern ihre Kopfhörer zu liefern, benötigt Ossic eigenen Angaben zufolge weitere zwei Millionen Dollar. Die hochwertigen Kopfhörer versprachen ein besonderes 3D-Audio-Klangerlebnis – insbesondere bei VR-Anwendungen.

Grund für das Scheitern sei die langsame Verbreitung von Virtual Reality, erklärte Ossic. Das Team habe enorm hart gearbeitet und ein einsatzbereites Produkt entwickelt, das von der technologischen Seite und der Performance her einen Durchbruch bedeute. Die Ossic-Mitarbeiter hätten ihre eigenen Ersparnisse in das Projekt gesteckt und zum Schluss sogar ohne Bezahlung weitergearbeitet. Schlussendlich könne das Produkt aber nicht ausgeliefert werden.

Crowdfunding-Pleite: Ossic gibt das Aus bekannt. Vorbesteller gehen leer aus. (Screenshot: Ossic.com/t3n.de)

Nach der Pleite werden die Vorbesteller also wohl leer ausgehen, wie Techcrunch berichtet. Die wollen sich das aber nicht gefallen lassen. In einer Facebook-Gruppe haben sich rund 2.000 Nutzer versammelt, die offenbar auf eine Sammelklage gegen Ossic hinarbeiten wollen.

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