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Startups

Crowdfunding-Zweikampf: Kickstarter schlägt Indiegogo

Unterzieht man die populärsten Crowdfunding-Plattformen einem Vergleich, ist das Ergebnis meist: Kickstarter und Indiegogo vorn, danach lange nichts. Wie zwei Entwickler jetzt aber herausgefunden haben, schlägt Kickstarter selbst den vermeintlich härtesten Konkurrenten um Längen.

Kickstarter: Mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Publicity

Mit 612 Millionen US-Dollar in fünf Jahren ist Kickstarter Branchenprimus. (Foto: Screenshot)
Mit 612 Millionen US-Dollar in fünf Jahren ist Kickstarter Branchenprimus. (Screenshot)

In der Summe haben Kickstarter-Kampagnen satte sechs mal mehr Finanzierungskapital eingenommen als solche beim Konkurrenzportal Indiegogo. Doch der Reihe nach: Weil zwei im Crowdfunding-Geschäft tätigen US-Entwicklern die offensichtliche Diskrepanz beider Plattformen auffiel, haben sie diese kurzerhand gegenübergestellt – mit Zahlen, auf die es im Geschäft mit der Schwarmfinanzierung ankommt.

  • Anzahl Kampagnen: Seit dem Launch im Jahr 2008 sind auf Kickstarter.com mehr als 110.000 Crowdfunding-Kampagnen an den Start gegangen. Im selben Zeitraum brachte es Indiegogo auf nur 44.000 veröffentliche Projekte. Allerdings liegt die Dunkelziffer bei Indiegogo mit 140.000 Kampagnen sehr viel höher, da das Portal nur solche Kampagnen listet, die erfolgreich und mit Einnahmen von mehr als 500 US-Dollar abgeschlossen wurden.
  • 1-Million-Dollar-Marke: Nehmen Crowdfunding-Kampagnen mehr als eine Million US-Dollar ein, ist ihnen ein gehöriges Echo in der Tech-Presse fast sicher. Auf Kickstarter stehen die Chancen dafür offenbar besonders gut: 40 Projekte überschritten seit 2008 die magische Marke beim New Yorker Portal. Bei Indiegogo aus San Francisco durften sich hingegen erst drei Kampagnen über Finanzierungen in dieser Höhe freuen.
  • Erfolgsquote: Je höher die durchschnittliche Quote für erfolgreiche Crowdfundings, desto attraktiver ist die Plattform für Tüftler. Mit 44 Prozent erreicht knapp die Hälfte aller Kickstarter-Kampagnen ihr Finanzierungsziel. Mit 34 Prozent sind es auf Indiegogo augenscheinlich zwar nur geringfügig weniger. Berücksichtigt man jedoch die fehlende Ausweisung gescheiterter Kampagnen auf dem Portal, liegt die Erfolgsquote dort bei lediglich 9,3 Prozent.
  • Gesamtvolumen seit Start der Plattform: Im Ergebnis geht Kickstarter.com mit deutlichem Vorsprung aus dem Vergleich mit dem Konkurrenten Indiegogo. In fünf Jahren kamen gerechnet über alle Kampagnen satte 612 Millionen US-Dollar zusammen. Indiegogo bringt es im selben Zeitraum dagegen nur auf 98 Millionen US-Dollar.

Indiegogo-Sprecher: „Zahlen allesamt falsch“

Obwohl Indiegogo mit diesem Crowdfunding-Volumen an zweiter Stelle rangiert, sei es „schockierend“ zu sehen, wie groß der Abstand zum Branchenprimus Kickstarter angesichts dieser Zahlen dennoch ist, erklärt Jonathan Lau in einem Blogeintrag. „Kickstarter ist die bei weitem lukrativste Plattform am Crowdfunding-Markt und zwingt die Konkurrenz um Indiegogo fast dazu, nach Nischen zu suchen.“

Aussagen, die den Verantwortlichen bei Indiegogo offenbar gar nicht schmecken. Wie ein Sprecher des Portals gegenüber den Entwicklern umgehend mitteilte, seien die ermittelten Zahlen „allesamt falsch“. Entsprechende Angaben zu den tatsächlichen Zahlen vermochte der Sprecher auf Nachfrage allerdings auch nicht zu machen. Man spreche grundsätzlich nicht über firmeninterne Daten.

 

via venturebeat.com

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3 Reaktionen
Ideen umsetzen

Da könnte man einiges verbessern weil unterschiedliche Projekte unterschiedliche Vorgangs-Modelle sinnvoll machen.
Andere Dinge sollte man standartisieren bzw. Betreuer dafür haben z.B. EU-Importe und neulich die Sperrung von ich glaube Raspberry-Importen. Oder das Produkte gleich von China nach Europa geschickt wurden und nicht erst im Schiff nach USA und dann teuer per Post nach Europa.

Wegen Regularien kann man sowas hier und vielleicht auch EU-weit eher vergessen. Schade das Wirtschaftsminister lieber zigtausende ungelernte Arbeiter beschäftigen lassen wollen anstatt virtuelle Software-Firmen ohne Mitarbeiter zu unterstützen. Siehe Luxemburg die 10% Umsatzsteuer für Skype und wohl auch bei Amazon-Downloads einnehmen.

Was auch noch fehlt ist Pre-Crowdfunding. D.h. man beschreibt Probleme oder Bedürfnisse und entwickelt konstruktiv Ideen. Jemand anders (gerne auch Silvercrest oder Medion) kann es dann ja crowdfunden oder produzieren.
Da gibts zig sinnvolle nützliche Ideen die leider keiner umsetzen will. In Asien gibts die Produkte vermutlich meist schon bzw. könnten akzeptabel organisiert werden, aber hier hilft einem das eher wenig wenn es keiner macht.

Frank

...oben ein paar schöne Rosen und unten jede menge Pferdemist.
Für mein Blog Schwarmkohle.de suche ich jeden Tag nach interessanten Crowdfundings.
Mittlerweile überlege ich mir 3mal ob ich Indiegogo Projekte empfehle.
Im Gegensatz zu Kickstarter gibt es kaum Richtlinien fûr das erstellen von Kampagnen.
Da werden Lotterien veranstaltet, Dinge angeboten die es nicht gibt (4tb SD Card), offen gebettelt und Produkte "gefundet" die man Online für die hälfte beim Hersteller kaufen kann. Andere betteln offen um Geld weil sie sich etwas kaufen wollen das sie sich nicht leisten können. Bisher sind derlei Versuche noch recht Dilettantisch gemacht so das noch keiner darsuf reingefallen ist. Obwohl einige Kampagnen laufen die sehr gut präsentiert sind aber bei genauerem Hinsehen nur gerenderte Bilder zeigen. Die Produkte sind noch nicht mal als Prototyp vorhanden.
Man darf gespannt sein wie das weitergeht.

Dennis

Leider ist Kickstarter für deutsche Projekte nicht umsetzbar, da man eine amerikanische ID braucht, um Projekte einzustellen. Indiegogo hingegen ist da kein Problem, weshalb wir es für unsere Kampagne im Oktober nutzen werden (und günstiger sind die auch noch).

Kickstarter kam dieses Jahr nach England und es heißt, dass sie bald auch den Schritt nach Deutschland machen - ich frage mich nur, wann!

Unsere Kampagne kann ich übrigens wärmstens empfehlen, es wird das weltweit größte Crowdfunding für ein wissenschaftliches Event: http://youtu.be/FEw5AS1qo-o

PS: Die Tatsache dass ich das t3n-Shirt im Video trage ist reiner Zufall ;)

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