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40 Prozent aller Großunternehmen erleben täglich Cyber-Angriffe

Rechenzentrum. (Foto: Shutterstock)

In deutschen Unternehmen wird Cyber-Sicherheit zunehmend ein wichtiges Thema. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie sich die hiesige Wirtschaft gegen Attacken schützt.

Cyber-Sicherheit wird für hiesige Unternehmen ein immer größeres Thema. 20 Prozent aller großen und mittleren Unternehmen in Deutschland berichten mittlerweile von spürbaren oder sogar massiven Schäden durch Cyber-Angriffe. 40 Prozent der deutschen Großunternehmen werden sogar täglich attackiert. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Consulting-Unternehmens Deloitte hervor.

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Kein Wunder also, dass zwei Drittel der Befragten die Bedeutung von Cyber-Sicherheit für das Unternehmen als immer wichtiger erachten. In Großunternehmen liegt der Wert sogar bei fast 90 Prozent, so Deloitte. Mit dem Umgang mit Angriffen tun sich Firmen aber offenbar noch schwer. Zwar haben 70 Prozent der Unternehmen bereits Prozesse für die Erkennung und Bewertung von Attacken, in einem Drittel der Unternehmen wird die Führungsebene aber nur anlassbezogenen über Angriffe informiert.

Deutsche Firmen setzen bei der Cyber-Sicherheit vor allem auf externe Hilfe. Drei Viertel lassen sich von außenstehenden Experten beraten und zwei Drittel hat die Cyber-Sicherheit ganz an Dienstleister ausgelagert. Nur 20 Prozent der Firmen rekrutieren aktiv Fachkräfte aus dem Sicherheitsbereich. Dabei gab mehr als die Hälfte der befragten Firmen an, keine Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften zu haben. Immerhin investieren aber 61 Prozent in die Fortbildung des eigenen Personals, um sie für Cyber-Angriffe zu sensibilisieren.

Doch es gibt noch immer Nachholbedarf: Nur 53 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass die getroffenen Maßnahmen ausreichend sind. Weitere 42 Prozent glauben zumindest, dass sie teilweise vorbereitet seien. Drei Prozent der Befragten gaben zu, dass ihr Unternehmen nicht ausreichend auf Cyber-Angriffe vorbereitet sei.

So rüsten sich deutsche Unternehmen gegen Cyber-Angriffe

95 Prozent der befragten Firmen überwachen ihre Netzwerke, um Angriffe aufzuspüren. 87 Prozent überprüfen regelmäßig Zugriffsberechtigungen der Mitarbeiter. Regelmäßige Analysen potenzieller Schwachstellen führen 77 Prozent der befragten Unternehmen durch. Simulationen von Angriffen, durch die Schwachstellen aufgedeckt werden können, führen hingegen nur 11 Prozent der Firmen durch.

In Gesprächen mit Verantwortlichen hat Deloitte festgestellt, dass sich Firmen noch immer schwer damit tun, Reichweite und Dauer von Angriffen einzuschätzen. Außerdem fehlt es Unternehmen häufig an Methoden, um die Wahrscheinlichkeit von Angriffen und den möglichen finanziellen Schaden einzuschätzen.

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