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Cyberangriffe auf deutschen Mittelstand nehmen bedrohliche Ausmaße an

(Bild: PwC)

Erfolgreiche Cyberangriffe auf den deutschen Mittelstand haben im vergangenen Jahr einer PwC-Studie zufolge stark zugenommen. Die IT-Sicherheit steht bei vielen Firmen dennoch nicht hoch im Kurs.

Systemverfügbarkeit im Visier

Einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zufolge ist im Jahr 2016 fast jedes fünfte mittelständische Unternehmen (19 Prozent) Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2015 soll nur jedes zehnte Unternehmen betroffen gewesen sein. Im Visier haben die Angreifer vor allem die Systemverfügbarkeit (66 Prozent) sowie Mitarbeiter- und Systemzugangsdaten (31 Prozent). Außerdem sind auch Kunden- und Vertragsdaten sowie Konditionen (25 Prozent) wichtige Angriffsziele von Hackern.

Zwei Drittel der befragten Mittelständler sehen eine erhöhte Bedrohungslage durch Cyberangriffe. (Grafik: PwC)

Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich aus Sicht einer Mehrheit der befragten Mittelständler die Bedrohungslage durch Cyberangriffe erhöht. 43,5 Prozent der Befragten sahen laut PwC-Studie eine „erhöhte“, 22,5 Prozent sogar eine „stark erhöhte“ Bedrohungslage.

Cyberangriffe: Mittelstand besonders betroffen

Demgegenüber steht allerdings eine zögerliche Bereitschaft der Firmen, ihre IT-Sicherheit deutlich zu verbessern. Die IT-Budgets sollen zuletzt sogar gesunken sein. Aufgrund ihrer im Vergleich zu Kapitalgesellschaften oft ungenügenden Absicherung seien Mittelständler aber ein besonders beliebtes Angriffsziel, wie PwC konstatiert. Trotz der akuten Bedrohungslage würden mittelständische Gesellschaften und Familienunternehmen bisher nur zögerlich in die effektive Absicherung ihrer IT-Infrastruktur investieren, kritisiert die Beratungsgesellschaft. Ein „IT-Sicherheitsruck“ stehe noch aus.

Im Rahmen der Studie „Im Visier der Cyber-Gangster: So gefährdet ist die Informationssicherheit im deutschen Mittelstand“ hat PwC rund 400 Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern befragt.

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