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Cyberkriminalität: Kaspersky und Interpol verlängern Zusammenarbeit

Unterstützt Interpol mit seinem Unternehmen weiterhin beim Kampf gegen Cyberkriminalität: CEO Eugene Kaspersky. (Foto: Shutterstock)

Kaspersky und Interpol haben am Mittwoch mit einem Einigungsvertrag ihre Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre besiegelt. Ziel der Kooperation sei die Bekämpfung von Cyberkriminalität.

Am Mittwoch haben das russische Softwareunternehmen Kaspersky Lab und die internationale Strafverfolgungsbehörde Interpol ihre Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre verlängert. Das Abkommen knüpft an eines aus dem Jahr 2014 an. Kaspersky werde Interpol damit weiterhin mit Personal, Trainings und Daten versorgen, um so gemeinsam mit der Behörde gegen Cyberkriminalität vorzugehen.

„Angesichts der Zunahme anspruchsvoller Bedrohungsakteure ist die Zusammenarbeit im gesamten Ökosystem und der Austausch von Fachwissen wichtiger denn je“, erklärte CEO Eugene Kaspersky nach der Unterzeichnung in einer Pressemitteilung. Er freue sich, die Zusammenarbeit fortzusetzen und die Strafverfolgungsbehörde mit Informationen und Technologien zu unterstützen, die für die weltweite Bekämpfung von Cyberkriminalität erforderlich seien. Aufseiten Interpols hat Tim Morris den Vertrag unterschrieben, seines Zeichens Executive Director of Police Service.

Keine konkreten Details zur Zusammenarbeit

Der genaue Umfang der Zusammenarbeit geht im Detail nicht hervor. Kaspersky schildert nicht, in welchem Ausmaß Datensätze erhoben und weitergegeben werden und woher sie stammen. Das Softwareunternehmen spricht lediglich davon, dass es Interpol „Bedrohungsdaten (Threat Intelligence Data) zu aktuellen cyberkriminellen Aktivitäten“ bereitstellt. Den Personalrahmen und die Inhalte der angekündigten Schulungen erläutert das Unternehmen ebenfalls nicht.

Bisherige Unterstützung bei Interpol Operationen

Bei einer 2017 durchgeführten Aktion hat Interpol Ingesamt 8.800 Command-and-Control-Server im asiatischen Raum lahmlegen können, von deren Servern aus DDoS-Angriffe und Spam-Kampagnen koordiniert wurden. 270 mit Schadsoftware infizierte Websites – darunter Regierungswebsites – konnten damals identifiziert werden. Kaspersky hatte die Behörde mit weiteren Partnern wie Trend Micro, dem Cyber Defense Institute, Booz Allen Hamilton, British Telecom, Fortinet und Palo Alto Networks mit Informationen versorgt.

Im Jahr 2015 habe Kaspersky Interpol ebenfalls bei einer globalen Operation unterstützt. Damals konnte das 770.000 infizierte Rechner umfassende Simda-Botnetz zerschlagen werden. Kaspersky hatte einen Dienst eingerichtet, über den User prüfen konnten, ob ihr System infiziert ist. Zudem hat das Unternehmen nun einen kostenlosen Dienst für Strafverfolgungsbehörden angekündigt. Ziel des Dienstes sei es, ein Bewusstsein für die Funktionsweise von Kaspersky-Diensten und ihren Möglichkeiten zur Bekämpfung von Cyberkriminalität und komplexen Bedrohungen zu schärfen.

Interpol nicht einziger Kooperationspartner gegen Cyberkriminalität

Laut eigener Aussage weiß Kaspersky um die Grenzenlosigkeit der Cyberkriminalität. Das Unternehmen nehme daher neben den Operationen von Interpol regelmäßig an Aktionen von weiteren Strafverfolgungsbehörden und CERT-Teams aus EDV-Fachleuten teil. Erst im Juni hat das Unternehmen seine Partnerschaft mit dem Gagarin Research and Test Cosmonaut Training Center bekanntgegeben. Das Raumfahrtzentrum im russischen Star City soll Kosmonauten aus aller Welt auf Weltraumflüge vorbereiten. Kaspersky schult diese in aktuellen Themen der Cybersicherheit „für einen cybersicheren Weltraum“.

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