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Cyberkriminelle erbeuten Geld über eine Phishing-Attacke – mehrere Amazon-Händler bestohlen

(Foto: Amazon)

Einige Amazon-Händler sind im vergangenen Jahr offenbar bestohlen worden. Die Rede ist von einem „schwerwiegenden Fall“ im Phishing-Umfeld. Über den genauen Umfang gibt es bisher keine Angaben.

Rund hundert Amazon-Händler sind offenbar im vergangenen Jahr Opfer einer größer angelegten Phishing-Attacke geworden. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem Nachrichtenportal Bloomberg vorliegen. Dem in Großbritannien aufgetauchten Papier zufolge gab es zwischen Mai und Oktober 2018 eine „ernst zu nehmende Betrugskampagne“, bei der die Bankdaten  der Konten auf Barclays- und Prepay-Konten umgeleitet wurden. Über den genauen Umfang der erbeuteten Summe ist bisher nichts bekannt. Anwälte haben einen britischen Richter gebeten, die Kontoauszüge sichten zu dürfen, um den Betrug aufklären zu können und möglicherweise Schäden in Zukunft verhindern zu können.

Phishing-Betrug: Amazon kann Kunden sensibilisieren

Amazon selbst kommentiert den konkreten Vorfall dahingehend, dass man die betreffenden Accounts genau gesichtet habe. Vor allem sei wichtig, zu ermitteln, wie genau die Kontoeinstellungen geändert wurden und das Geld auf fremde Konten umgeleitet wurde. Man verwies aber darauf, dass solche Schäden durch Phishing-Vorfälle, die von Trickbetrügern verübt werden, vorkommen können. Doch Amazon bleibt hier – abgesehen von der Aufklärung an die Händler und Kunden, nicht auf jeden Link in irgendwelchen Mails zu klicken – nicht viel zu tun. Insbesondere weiß man nicht, wie auffällig hier die entsprechenden Abbuchungen waren und ob Betrugspräventionssysteme hier überhaupt ein verdächtiges Muster hätten ausmachen können.

Klar ist, dass Amazon aufgrund der Marktstellung hier ein willkommenes Ziel für Betrüger ist. Haben sie eine mögliche Sicherheitslücke ausgemacht, können sie die Lücke schnell in größerem Umfang nutzen. Doch bei der Betrugsbekämpfung hat es Amazon schwer, weil der Plattformbetreiber natürlich auch nicht die Falschen bestrafen will. Händler sollten daher entsprechende Tools einsetzen, um auffällige Abbuchungen und Umbuchungen möglichst schnell zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

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