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Elektro-Offensive bei Daimler – Autobauer kauft für 20 Milliarden Euro Batteriezellen

E-Autos von Daimler. (Bild: Daimler)

Daimler nimmt in puncto Elektromobilität weiter Fahrt auf. Der deutsche Autobauer hat sich Batteriezellen im Wert von über 20 Milliarden Euro für seine geplante E-Autoflotte gesichert.

Im September hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit dem Mercedes-Benz EQC einen Elektro-SUV vorgestellt, mit dem der deutsche Autobauer Tesla Konkurrenz machen will. Milliarden hat der Konzern in die Entwicklung seiner E-Autoflotte und den Ausbau des globalen Batterienetzwerks gesteckt. Mehr als 20 Milliarden Euro fließen jetzt zusätzlich in den Kauf von Batteriezellen, wie Daimler mitteilte.

Daimler: Beauftragungen für Batteriezellen bis ins Jahr 2030

„Mit umfangreichen Beauftragungen für Batteriezellen bis ins Jahr 2030 setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Elektrifizierung unserer künftigen Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ“, erklärte Wilko Stark, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars für Einkauf und Lieferantenqualität. Damit solle die Versorgung des globalen Batterie-Produktionsverbundes sichergestellt werden, heißt es.

Eine Milliarde Euro soll allein in den Ausbau des globalen Batterie-Produktionsverbundes fließen, der künftig aus acht Fabriken in Asien, Europa und den USA bestehen wird – zwei davon stehen im sächsischen Kamenz, eine am Standort Sindelfingen. Die lokale Fertigung von Batterien ist nach Ansicht von Daimler entscheidend, „um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen“. Die für die Montage notwendigen Zellen kauft Daimler auf dem Weltmarkt zu – legt dabei aber Wert auf eine nachhaltige Rohmaterial-Lieferkette.

Das ist der Mercedes EQC
(Foto: Sascha Pallenberg / Daimler / Twitter)

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Darüber hinaus will Daimler auch die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Batteriezellen vorantreiben. So arbeitet der Konzern daran, die aktuelle Lithium-Ionen-Generation zu optimieren. Außerdem sollen die zugekauften Zellen weiterentwickelt werden. Zudem forscht Daimler an der nächsten Generation – den sogenannten Post-Lithium-Ionen-Systemen.

Bis 2022 will Daimler das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifizieren, geplant sind über 130 verschiedene Varianten. Der Absatz reiner Stromer soll bis 2025 auf 15 bis 25 Prozent des Gesamtabsatzes steigen. In den vergangenen Monaten hat Daimler mit dem E-Lkw Fuso E-Canter, dem E-Actros-Truck, dem Mercedes-Benz-Bus E-Citaro oder dem Van E-Vito eine Reihe von vollelektrischen Fahrzeugen auf die Straße gebracht. Ein E-Sprinter sowie der oben erwähnte Mercedes-Benz EQC sollen 2019 folgen.

E-Mercedes Generation EQ
Generation EQ, Exterieur. (Foto: Daimler)

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