Fundstück

The Hitchhiker’s Guide to the Darknet: Hier sind alle 1.208.925.819.614.629.174.706.176 möglichen Onion-Adressen

Im Bild: Eine kleine Auswahl der zahlreichen Onions. (Foto: Shutterstock)

Ein Wissenschaftler hat die wohl umfangreichste und zugleich unsinnigste Darknet-Übersicht veröffentlicht. Dort findet ihr alle theoretisch möglichen Onion-Adressen.

Das Darknet: Eine Übersicht aller Onion-Adressen

Das Darknet, also jener Teil des Internets, der nicht über Google oder ähnliche Suchmaschinen zugänglich ist, schafft es immer wieder in den öffentlichen Diskurs. Anlass ist meist der Handel mit Waffen, Drogen oder gestohlenen Passwörtern. Wie groß dieses ominöse Darknet wirklich ist, weiß allerdings im Grunde niemand. Immerhin wissen wir dank dem Sicherheitsexperten Matt Traudt jetzt immerhin, wie groß es sein könnte.

Traudt hat eine umfangreiche Liste aller theoretisch verfügbaren Onion-Adressen erstellt. Wir haben zwar nicht nachgezählt, aber laut ihm befinden sich 1.208.925.819.614.629.174.706.176 Adressen in dem Verzeichnis. Wirklich praktisch ist die Liste trotz Verlinkung allerdings nicht. Wie Traudt auf der Website selbst zugibt, dürften die meisten der Onion-Adressen gar nicht aktiv sein.

Alle möglichen Onion-Adressen auf einer Website. (Screenshot: onions.system33.pw)

So nutzt ihr das Verzeichnis der Onion-Adressen

Die Goldgräber unter euch, die genug Zeit haben, sich durch Unzahl an Onion-Links zu klicken, finden Traudts Übersicht hier. Damit ihr die Links auch aufrufen könnt, benötigt ihr allerdings Zugang zum Tor-Netzwerk. Am einfachsten geht das über den von den Machern des Anonymisierungsdienstes erstellten Tor-Browser, der auf Firefox basiert und derzeit in Version 6.5.2 verfügbar ist.

Bevor ihr fleißig drauflos klickt, solltet ihr allerdings bedenken, dass die Seiten durchaus Malware verbreiten könnten. Auch besteht letztlich immer die Möglichkeit, dass ihr ungewollt auf illegale Inhalte stoßt. Aufgrund der hohen Anzahl der möglichen Onion-Adressen im Vergleich zur vermutlich recht geringen Anzahl der wirklich genutzten, findet ihr vermutlich einfach gar nix.

Ebenfalls interessant: Diese interaktive Karte zeigt, wie wichtig das Tor-Netzwerk inzwischen für Deutsche ist.

via motherboard.vice.com

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2 Kommentare
Erasmus
Erasmus

Mich hätte mehr interessiert, warum es ausgerechnet 2^80 Adressen sind. Dass davon nur ein Bruchteil vergeben ist, resulitiert schon aus der Tatsache, dass die Erde aus nur halb so vielen Atomen besteht. Wäre nicht ganz trivial, so viele Adressen physisch bereitzustellen.

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NeronNF
NeronNF

Wie kommst du denn darauf, dass die Erde nur aus halb so vielen Atomen besteht?
Kurz nachgesehen wird die Erde meistens mit 6 x 10^49 angegeben, alternativ mit 1.33*10^50, was meines Erachtens nach deutlich mehr ist als 2^80…

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