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Das ändert sich 2017 für Gründer und Selbstständige

Was für Gründer und Selbstständige im neuen Jahr ändert. (Foto: Shutterstock)

Das neue Jahr bringt einige Änderungen auch für Gründer und Selbstständige mit –  vom Mindestlohn bis hin zum digitalen Lohnnachweis. Ein Überblick.

Künstlersozialkasse: 14,6 Prozent Abgabe bleiben

Du beauftragst Grafiker, Texter oder Fotografen? Dann werden Aufträge für dich jetzt etwas günstiger. Laut dem Existenzgründer-Magazin gehören unter anderem Werbeagenturen, Verlage, Galerien oder Ausbildungseinrichtungen zu den abgabepflichtigen Unternehmen. Da gibt es gute Neuigkeiten: Der Abgabesatz sinkt 2017 von 5,2 auf 4,8 Prozent. Was du abführen musst, ist von den Entgelten abhängig, die du deinen Beschäftigen gezahlt hast, zum Beispiel Honorare, Gagen oder Lizenzen.

Die Sache mit den Steuern

Unter anderem steigt der Grundfreibetrag für Steuern um 168 Euro auf 8.820 Euro: Erst darüber hinaus musst du Einkommensteuern zahlen. Außerdem erhöht sich die Kleinbetragsgrenze bei Rechnungen von 150 auf 200 Euro. Das soll vor allem Bargeldgeschäfte im kleineren Rahmen erleichtern.

Kranken- und Unfallversicherung: Das solltest du beachten

Für Selbstständige, die sich freiwillig krankenversichert haben, bleibt der allgemeine Beitragssatz bei 14,6 Prozent – plus Zusatzbeitrag. Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es bei Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld. Die Entscheidung über diese Absicherung liegt beim Versicherten.

Pflegeversicherung

Hier erhöht sich der Beitragssatz für Versicherte mit Kind auf 2,55 Prozent. Bei Versicherten ohne Kind beläuft sich der Satz auf 2,80 Prozent.

Modernisierte Arbeitsstättenverordnung

Bei Telearbeitsplätzen handelt es sich um Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten – das beschloss das Bundeskabinett für Modernisierung der Arbeitsstättenverordnung. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber den Platz für die Bildschirmarbeit stellen muss.  Die Arbeitsstättenverordnung gilt nicht für mobiles Arbeiten.

Mindestlohn

Hierbei ist es egal, ob du Studenten, Minijobber oder ausländische Arbeitnehmer beschäftigst: Der Mindestlohn erhöht sich von 8,50 auf 8,84 Euro.

Digitaler Lohnnachweis

Seit dem 1. Januar 2017 wurde das bisherige Lohnnachweisverfahren umgestellt: Jetzt gilt das UV-Meldeverfahren oder der digitale Lohnnachweis. Im Regelfall wurden Mitarbeiter schon Anfang Dezember 2016 dazu aufgefordert, einen Stammdatenabgleich durchzuführen. Ab Februar musst du dann für das Beitragsjahr 2016 im Rahmen des Meldeverfahrens bis zum 16. Februar die Daten übermitteln. Das kannst du über ein systemgeprüftes und aktuelles Entgelt-Abrechnungsprogramm erledigen oder – falls nicht vorhanden – über Online-Ausfüllhilfen. 2016 und 2017 gelten als Übergangsjahre für das neue System.

Leiharbeiter und Scheinselbstständigkeit

Solltest du Leiharbeiter beschäftigen, solltest du wissen, dass diese ab April 2017 nach neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft. Die Höchstleihdauer beträgt jetzt neun Monate: Wenn du ihn länger beschäftigen möchtest, musst du ihn als regulären Arbeitnehmer einstellen.

Zusätzlich dazu wird jetzt auch genau im Arbeitsvertrag festgehalten, ob du deine Mitarbeiter in einem freien oder festen Beschäftigungsverhältnis angestellt hast. Das ist für Arbeitnehmer besonders interessant: Missbrauch soll damit verhindert werden – zum Beispiel, wenn du in einem festen Arbeitsverhältnis gekündigt und als Auftragnehmer wieder eingestellt werden sollst.

Passend zum Thema: Die besten Podcasts für Gründer

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Eine Reaktion
Fehlerteufel

Da ist ein Zahlendreher in der ersten Überschrift, oder? "Künstlersozialkasse: 14,6 Prozent Abgabe bleiben" - Die 14,6 % gehören zur Krankenversicherung, nicht KSK, die Abgabe zur KSK ist unter 10 %...

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