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Das Berliner Fintech Raisin kauft sich eine Bank

Weltsparen-Gründerteam: Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund. (Foto: Weltsparen)

Das Fintech Raisin macht sich weiter im deutschen Bankenmarkt breit. Die Berliner Firma, die hierzulande das Zinsportal Weltsparen betreibt, kauft die Frankfurter MHB-Bank.

„Mit der Übernahme lassen sich andere Banken im Einlagengeschäft leichter anbinden, Vertriebspartner besser integrieren und Dienste für Kunden verzahnen“, sagte Gründer Tamaz Georgadze der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Banklizenz der MHB-Bank sei für die weitere Expansion von Raisin wertvoll. Bisher besitzt die Firma diverse Lizenzen für die Vermittlung von Einlagen.

Bereits Konten für Raisin betreut

Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Erst im Februar hatte Raisin eine 100 Millionen Euro schwere Finanzierung von einer Investorengruppe erhalten. Darunter war der US-Zahldienst Paypal.

Raisin bietet über das Portal Weltsparen relativ hoch verzinste Tages- und Festgelder von 67 Partnerbanken in Europa an. Auch Fondssparpläne hat die Firma im Angebot. Da Sparer hierzulande kaum noch Zinsen bei ihrer Hausbank bekommen, sind Zinsportale beliebt. Raisin hat nach eigenen Angaben bereits mehr als elf Milliarden Euro Einlagen vermittelt, etwa an Banken in Italien, Portugal oder Zypern.

Die MHB-Bank, die seit 2005 dem US-Finanzinvestor Lone Star gehört, führt bereits die Konten für Weltsparen-Kunden. Sparer sehen auf dem Portal die Konditionen vieler Banken auf einen Blick, brauchen aber kein extra Konto bei einem ausländischen Geldhaus. Stattdessen melden sie sich bei Raisin an. Über die MHB-Bank läuft dann die Verrechnung der Zahlungsströme bei den ausländischen Partnerbanken.

Die kleine MHB-Bank mit 35 Mitarbeitern und 4,3 Millionen Euro Umsatz 2017 arbeitet auch für andere Fintechs: Zu den Kunden zählen die Immobilien-Finanzierungsplattform Bergfürst und der Kreditvermittler Creditshelf. Die Übernahme bedarf noch der Freigabe der Finanzaufseher. dpa

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