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Das können Online-Händler alles vom Darknet lernen

Sichere Lösungen für den E-Commerce – ausgerechnet aus dem Darknet. (Foto: SFIO CRACHO / Shutterstock)

Bei Ebay und Co stehen Käufer oder Verkäufer schon mal mit leeren Händen da, wenn die andere Seite betrügt. Lösungen für den klassischen Online-Handel gibt es ausgerechnet im Darknet.

Marktplätze im Darknet sind noch viel stärker als der klassische Online-Handel darauf angewiesen, dass Käufer und Verkäufer einander vertrauen können – allein wegen der größeren Anonymität. Im Darknet haben sich daher sogenannte Treuhandsysteme etabliert. Nachdem klassische Treuhandsysteme – ein Treuhänder verwaltet das zu zahlende Geld, bis die Ware geliefert ist – bei der Beschlagnahmung des Darknet-Marktplatzes Alphabay als unzureichend erwiesen haben, kommen jetzt modernere Systeme zum Einsatz. Das könnte auch für Online-Handelsplattformen wie Ebay interessant sein, schreibt Heise Online.

Weniger Betrug im Darknet: Was Ebay und Co daraus lernen können

Denn im Darknet kommt es selten zu Betrügereien. Für die neue Ausgabe der Computerzeitschrift c‘t haben die Tech-Redakteure die Geschäftsprozesse im Darknet unter die Lupe genommen. Online-Händler könnten daraus lernen, worauf es beim Entwurf robuster Handelsplattformen wirklich ankommt, wie es heißt. Ein Teil dieses Konstrukts sind ausgeklügelte moderne Treuhandsysteme. Diese Verfahren setzen darauf, dass der Treuhänder nicht eigenmächtig auf das Geld zugreifen kann. Von den drei beteiligten Parteien – Käufer, Verkäufer, Treuhänder – sind immer zwei Bestätigungen erforderlich.

Darüber hinaus kann man sich vom Darknet aber auch Techniken in Sachen Anonymität und Abhörsicherheit abschauen. Die Nutzung des Tor-Browsers etwa wird von c‘t eigens empfohlen. Dieser lädt problematische Inhalte wie Javascript, Schriftarten, Videos oder dynamische HTML5-Content nicht und bietet Hackern dadurch eine deutlich geringere Angriffsfläche als herkömmliche Browser. Die Behörden können den Gaunern im Darknet aber allen technischen Raffinessen trotzdem auf die Spur kommen. Beim sogenannten Social Hacking erschleichen sich Fahnder das Vertrauen von Händlern und schnappen sie sich bei einem Treffen.

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