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Datenpanne bei Facebook: Entwickler hatten Zugang zu Millionen privaten Fotos

Erneut sorgt eine Datenpanne bei Facebook für Wirbel. (Foto: Wachiwit/Shutterstock)

Durch eine Datenpanne bei Facebook haben Hunderte Apps im September mehrere Tage lang zu weitreichenden Zugriff auf Fotos von mehreren Millionen Mitgliedern des Online-Netzwerks gehabt. Dazu gehörten auch private Fotos.

Zu den Daten, auf die App-Entwickler zugreifen konnten, gehörten auch Bilder, die Nutzer zwar auf Facebook-Server hochgeladen, aber nicht gepostet haben, wie Facebook am Freitag mitteilte. Außerdem betroffen waren Fotos aus der Handelsplattform Marketplace sowie den Facebook Stories, in denen Nutzer Bilder und Videos für einen Tag für ihre Freunde veröffentlichen können. Die Apps hätten gemäß den erteilten Freigaben eigentlich nur Zugriff auf die Bilder haben dürfen, die Nutzer in ihrer Timeline geteilt hatten.

Facebook informierte erst Monate später über neue Datenpanne

Die Lücke habe vom 13. bis zum 25. September bestanden, erklärte Facebook. Nach aktuellen Schätzungen könnten bis zu 6,8 Millionen der insgesamt mehr als zwei Milliarden Nutzer betroffen sein. Zugang zu den Fotos könnten bis zu 1.500 Apps von 876 Entwicklern gehabt haben.

Voraussetzung dafür sei gewesen, dass sich Nutzer bei den Apps über den Facebook-Log-in angemeldet und ihnen Zugriff auf die Timeline-Bilder gewährt hätten. Die betroffenen Facebook-Mitglieder sollen nun informiert werden.

Facebook informiert betroffene Nutzer über die Datenpanne. (Bild: Facebook)

Facebook informiert betroffene Nutzer über die neue 1815Datenpanne. (Bild: Facebook)

Facebook-Panne: Auch europäische Nutzer betroffen

Unter den Betroffenen sind auch Nutzer aus der Europäischen Union, erklärte Facebook, ohne Zahlen zu nennen. Das Online-Netzwerk macht keine Angaben dazu, wann die Lücke entdeckt wurde. Die Behörden seien aber gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung fristgerecht unterrichtet worden, sagte ein Sprecher. Die DSGVO schreibt vor, Vorfälle mit personenbezogenen Daten binnen 72 Stunden an Behörden zu melden. Bei Verstößen können hohe Strafen verhängt werden.

Bei den hochgeladenen, aber nicht geteilten Fotos könne es sich zum Beispiel um Kopien von Bildern handeln, bei deren die Nutzer den Beitrag aus irgendwelchen Gründen nicht fertiggestellt hatten, erläuterte Facebook. Das Online-Netzwerk hebe dann eine Kopie für später auf. dpa

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Ein Kommentar
Gustav Trinkaus
Gustav Trinkaus

Wer blöde genug ist, social media wie Facebook und Konsorten zu nutzen, muß im Zeitalter von Hackern mit so etwas rechnen. Halte Deinen Privatkram zu Hause, und Du bist sicher. Auch ein Grund dafür, daß ich z. B. nie MS Cloud nutzen werde. Traue niemandem Deine privaten Dinge an.

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