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Absturz der Facebook-Aktie: Mark Zuckerberg verliert 3,8 Milliarden Dollar

Mark Zuckerberg und Facebook unter Druck. (Foto: dpa)

Nach neuen Berichten über Facebooks angebliche Rolle bei der US-Präsidentschaftswahl haben erste Investoren offenbar kalte Füße bekommen. Die Facebook-Aktie stürzt ab.

Am Wochenende hatte der Bericht eines Insiders neue Einblicke in die mögliche Rolle Facebooks bei der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten gegeben. Demnach soll sich die Analysefirma Cambridge Analytica unerlaubt Zugriff auf rund 50 Millionen Facebook-Profile verschafft und mit deren Hilfe die Wahl beeinflusst haben. Nicht das erste Mal, dass dem sozialen Netzwerk eine problematische Rolle bei der politischen Meinungsbildung zugesprochen wird. Investoren bekommen jetzt offenbar kalte Füße.

Die Anteilseigner fürchten offenbar, dass der steigende Druck auf Mark Zuckerbergs Plattform, die Datenschutz- und Fake-News-Problematik unter Kontrolle zu bekommen, wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte. Nach den neuerlichen Enthüllungen am Wochenende mehren sich die Stimmen von Politikern in den USA und Europa, Facebook künftig stärker in die Verantwortung zu nehmen, wie die NZZ berichtet. Damit könnten dem sozialen Netzwerk Regulierungen drohen, die das Geschäft des Konzerns zumindest belasten würden.

Facebook-Aktie fällt, Mark Zuckerberg verliert Milliarden

Der Kurs der Facebook-Aktie fiel am Montag zeitweise um über acht Prozent. Die Papiere gingen mit einem Minus von immerhin 6,8 Prozent aus dem Handel – das markierte zugleich den stärksten Kursrutsch seit August 2015, wie es bei Bloomberg heißt. Zuckerberg verlor damit laut dem Milliardärsindex von Bloomberg immerhin 3,8 Milliarden US-Dollar an nur einem Tag. Der Facebook-Boss verfügt aber immer noch über ein Vermögen von 71,5 Milliarden Dollar und bleibt viertreichster Mensch der Welt hinter Jeff Bezos, Bill Gates und Warren Buffett.

Vorgehen der Analysefirma Cambridge Analytica bringt Facebook in Bedrängnis. (Screenshot: cambridgeanalytica.org/t3n.de)

Neu aufgeflammt ist auch die Diskussion darüber, inwieweit Russland seine Finger bei der US-Präsidentschaftswahl im Spiel hatte. Cambridge Analytica soll britischen Medien zufolge dem russischen Ölkonzern Lukoil im Jahr 2014 seine Technologie vorgestellt haben. Lukoil steht mittlerweile auf der Sanktionsliste der USA. Darüber hinaus soll der Psychologe Aleksandr Kogan von der Cambridge University, über den Cambridge Analytica an die Daten aus den Facebook-Profilen gelangt ist, an einer Uni in Sankt Petersburg tätig gewesen sein und dort Geld von der russischen Regierung für die Forschung im Social-Media-Bereich erhalten haben.

Die besten Alternativen für Google, Dropbox, Facebook und Slack
Wenn eine Suchmaschine von den PRISM-Enthüllungen profitieren konnte, dann ist es Duckduckgo. Noch immer gehen die Nutzerzahlen der US-amerikanischen Suchmaschine stark nach oben. Das liegt an dem Versprechen des Anbieters, keinerlei Nutzerdaten anzusammeln. Über Duckduckgo könnt ihr nicht nur nach Websites suchen, sondern auch nach Bildern und Videos im Internet fahnden. (Screenshot: Duckduckgo/t3n.de)

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Facebook, das Cambridge Analytica und dessen Mutter SCL Group am Freitag von der Plattform ausgeschlossen hatte, weil diese die Daten nicht vollständig gelöscht hätten, will das jetzt über ein forensisches Gutachten geklärt haben. Cambridge Analytica hatte dem widersprochen und betont, es habe alle Daten gelöscht. Kogan und der Whistleblower Christopher Wylie, der den Zeitungen das Material für die aktuellen Berichte geliefert hatte, sollen bei den Untersuchungen dabei sein, schreibt CNN. Wylie wurde übrigens ebenfalls von Facebook suspendiert.

Ebenfalls interessant: Edward Snowden – „Facebook ist eine Überwachungsfirma getarnt als soziales Netzwerk“

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Eine Reaktion
pantsu

"Die besten Alternativen für Google, Dropbox, Facebook und Slack.." "Bilder"
verlinkt leider auf die t3n Newsticker Startseite ^^

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