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Datenschutz: Warum manche Nutzer jetzt ihr Google-Analytics-Konto löschen sollten

(Bild: Shutterstock)

Laut der Hamburger Datenschutzbehörde müssen manche Nutzer von Google Analytics ihre Konten und die gesammelten Daten löschen. Grund dafür ist die Safe-Harbor-Entscheidung des EuGH aus dem Jahr 2015.

Google Analytics: Einige Konten müssen gelöscht werden

Weil zwischen berichtet Netzpolitik.org.

Google Analytics wieder im Visier von Datenschützern. (Bild: IB Photography/Shutterstock.com)

Eine Ausnahme besteht laut den Datenschützern aus Hamburg nur dann, wenn diese Google-Analytics-Nutzer eine Widerspruchsmöglichkeit implementiert und die IP-Adressen anonymisiert hätten. Die Hamburger Datenschützer haben in einem PDF-File eine Reihe von Maßnahmen für die datenschutzrechtlich unbedenkliche Nutzung von Google Analytics zusammengestellt. Demzufolge sollten Nutzer einen schriftlichen Vertrag mit Google über die Auftragsdatenverarbeitung abschließen. Auf der Webseite muss ein Hinweis auf die Verwendung des Dienstes und eine Widerspruchsmöglichkeit zu finden sein. IPs sollten anonymisiert und unrechtmäßig erhobene Daten gelöscht werden.

Zwar sind die Hinweise der Hamburger Datenschützer streng genommen erst einmal nur für alle Nutzer bindend, die in deren Geltungsbereich liegen. Allerdings seien sie auf andere Bundesländer übertragbar, heißt es bei Netzpolitik.org. Zudem weisen die Hamburger Datenschützer darauf hin, dass sich im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung und einer geplanten Änderung der E-Privacy-Richtlinie ab Mai 2018 weitere Änderungen ergeben könnten.

Alternativen zum Einsatz von Google Analytics

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte am besten auf freie und quelloffene Tools zur Analyse von Webseiten-Besuchern setzen. Die meistverbreitete Google-Analytics-Alternative ist sicher Piwik. Darüber hinaus können noch Clicky oder Gostats genannt werden. Zudem existieren kommerzielle Analyse-Tools wie Adobe Test & Target. Wer seine Daten vor den Website-Betreibern und Marketern verstecken will, kann übrigens zu der Chrome-Erweiterung Kill Analytics greifen. Die soll laut ihren Machern sämtliche Analytics-Dienste mit falschen Daten versorgen und sie damit unbrauchbar machen.

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3 Kommentare
C. F.
C. F.

Da stellt sich mir doch die Frage, was genau z. B. Clicky datenschutzrechtlich unbedenklich(er) macht?
Außer vielleicht, dass die nicht so im Fokus der Wahrnehmung stehen.

Antworten
Sebastian
Sebastian

Da stellt sich mir die Frage warum nur Google Analytics Nutzer ihre Daten löschen müssen die ihre IP Adressen nicht anonymisiert haben und keine Wiederspruchsnöglichkeit installiert haben. Das ist seit 2013 die Vorraussetzung um überhaupt Google Analytics einsetzen zu dürfen. Die Ausnahme sollte also die Regel sein und somit ist dieser Artikel hinfällig.

Antworten
Papar
Papar

Genau das habe ich mir auch gerade gedacht. Die im Artikel genannte „Ausnahme“ ist schon seit Jahren Status Quo.

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