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Datenskandal um Cambridge Analytica: Höchststrafe für Facebook in Großbritannien

(Foto: Shutterstock)

Wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica haben britische Datenschützer die Höchststrafe gegen Facebook verhängt. Die 500.000 Pfund sind Peanuts für das Social Network.

Im Frühjahr hatte der Datenskandal um Cambridge Analytica für heftigen Wirbel gesorgt. Die Analysefirma hatte sich in den vergangenen Jahren Zugriff auf Millionen Facebook-Profile verschafft und mit den so gewonnenen Daten versucht, Wahlen zu beeinflussen. Rund 87 Millionen Menschen sollen davon betroffen gewesen sein, ohne davon gewusst zu haben. Jetzt hat die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (ICO) die Höchststrafe gegen Facebook verhängt – 500.000 Pfund (564.000 Euro), wie das Handelsblatt berichtet.

Facebook: Britische Datenschützer bestrafen Verstöße gegen Datenschutzrecht

Die britischen Datenschützer warfen Facebook in der Urteilsbegründung schwere Verstöße gegen das Datenschutzrecht vor. In den Jahren zwischen 2007 und 2014 sei Facebook laut den ICO-Untersuchungen nicht fair mit den persönlichen Daten der Nutzer umgegangen, indem das soziale Netzwerk App-Entwicklern Zugriff darauf gewährte – selbst wenn die Nutzer die entsprechende App gar nicht selbst heruntergeladen hatten, sondern nur mit solchen Nutzern befreundet waren.

Und selbst nach Bekanntwerden der missbräuchlichen Verwendung von persönlichen Daten seiner Nutzer im Dezember 2015 habe Facebook nicht ausreichend dafür gesorgt, dass die Daten gelöscht werden. Zudem habe das Social Network die britische Cambridge-Analytica-Mutter SCL Group erst 2018 von seiner Plattform ausgeschlossen.

„Facebook hat es versäumt, die Privatsphäre seiner Nutzer vor, während und nach der rechtswidrigen Verarbeitung dieser Daten ausreichend zu schützen“, erklärte die britische Datenschutzkommissarin Elizabeth Denham. Ein Unternehmen dieser Größe und mit seiner Expertise hätte es besser wissen und anders mit dem Problem umgehen müssen, so Denham.

Laut ICO sollen von dem Datenskandal einem Million Menschen in Großbritannien betroffen gewesen sein. Ein Facebook-Sprecher erklärte derweil, dass Facebook die Entscheidung des ICO prüfen werde. Mit manchen Ergebnissen der Untersuchung sei man aber nicht einverstanden. In Deutschland wird Facebook wegen des Datenskandals nicht belangt, wie es im Handelsblatt heißt. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte ein entsprechendes Bußgeldverfahren gegen Facebook Anfang Oktober eingestellt.

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Eine Reaktion
Leni

Ich mag eigentlich Facebook (für mich die einfachste Möglichkeit mit meinen Freunden den Kontakt zu halten), aber ich mache mir Sorgen in den lerzten Zeiten, man kann ja überall darüber lesen, dass es immer mehr Probleme gibt mit dem Datenschutz...

Danke für den Artikel!

L.

Antworten

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