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Ein Urgestein der Berliner Startup-Szene ist offenbar am Ende

Die Dawanda-Gründerin Claudia Helming. (Foto: © Dawanda)

Der bekannte Online-Marktplatz Dawanda stellt einem Medienbericht zufolge seine Dienste ein – dabei verkündete das Berliner Startup erst vor kurzem schwarze Zahlen.

Dawanda, der bekannte Online-Marktplatz für Handgemachtes, stellt seine Dienste ein. Dies berichtet deutsche-startups.de unter Berufung auf Informationen aus Investorenkreisen. Bereits in der kommenden Woche sollen Details zum Ableben des Unternehmens bekanntgegeben werden, heißt es.

Dawanda schließt trotz Aufwärtstrend

Dawanda gilt als eines der Urgesteine der Berliner Startup-Szene. 2006 von Claudia Helming und Michael Pütz gegründet, können Nutzer auf der Plattform selbstgefertigte Produkte zum Kauf anbieten. Dazu gehören Kleidung, Schmuck, Accessoires, Taschen, Spielzeug und Möbel. Seit 2015 bietet Dawanda auch Bastelanleitungen für die wachsende DIY-Community an.

Das nun offenbar bevorstehende Ende der Plattform kommt überraschend. Erst vor wenigen Monaten hatte das Dawanda-Management erstmals schwarze Zahlen vermeldet. Demnach arbeitete das Unternehmen im vierten Quartal 2017 kostendeckend. Im gesamten Geschäftsjahr konnte der Umsatz sogar um 21,4 Prozent auf 16,4 Millionen Euro gesteigert werden. Gleichzeitig sank der operative Verlust von vier auf nunmehr eine Million Euro.

Warum die Anteilseigner trotz dieses angeblichen Aufwärtstrends nicht mehr an Dawanda glauben, wie deutsche-startups.de schreibt, ist bislang unklar. Auf eine Anfrage des Online-Portals reagierte das Unternehmen bislang nicht.

Stets im Schatten von Etsy

Vorstellbar ist allerdings, dass Dawanda nach Jahren des umkämpften Wettbewerbs vor der US-Plattform Etsy kapituliert. Das bereits 2005 gegründete Unternehmen in New York galt ohnehin als Vorbild der Dawanda-Gründer.

Seit 2010 hat sich Etsy auch in Deutschland eine starke Nutzerbasis aufgebaut. Weltweit sind auf der Plattform der Amerikaner rund 25 Millionen Mitglieder registriert. Zum Vergleich: Bei Dawanda waren es zuletzt rund sieben Millionen.

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Florian

Kann Etsy halten was sie versprechen?

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