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Auf diese Technologien wetten die Dax-Konzerne

Dax-Konzerne setzen auf künstliche Intelligenz. Daimler fasst die Zukunft unter dem Begriff CASE zusammen. (Foto: dpa)

Deutsche Großkonzerne glauben überwiegend daran, dass künstliche Intelligenz ihre Branchen verändern werden. Welche Technologien die Dax-Konzerne aber jeweils für wichtig halten, kommt auf die Branche an, zeigt eine t3n.de-Umfrage.

Künstliche Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain, Virtual und Augmented Reality, das Internet of Things – welcher dieser Technologien wird die Wirtschaft in den kommenden Jahren und Jahrzehnten am stärksten prägen? Die Dax-Konzerne selbst – also Deutschlands größte börsennotierte Unternehmen – setzen je nach Branche auf unterschiedliche Technologien. Durchgängig wird aber vor allem künstliche Intelligenz besonders häufig unter den Dax-Konzernen genannt, wenn es darum geht, welche Technologien die eigene Branche in den kommenden zehn bis 15 Jahren am stärksten prägen werden.

Von zwölf Dax-Konzernen, die sich an einer entsprechenden Umfrage von t3n.de beteiligt haben, nannten acht künstliche Intelligenz als Technologie, die die eigene Branche besonders stark verändern wird – mehr als jede andere Technologie. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz folgen Gentechnik, 3D-Druck und Blockchain mit jeweils vier Nennungen. Die Internetübertragunstechnik 5G und Wearables landet mit drei Nennungen auf Platz vier.

Künstliche Intelligenz wird damit überwiegend als Universal-Technologie gesehen, die in allen Unternehmen eine Rolle spielen wird. Für welche Technologien die Dax-Konzerne darüber hinaus wichtiges Zukunftspotenzial sehen, kommt auf die jeweilige Branche an.

Allianz und Commerzbank setzen auf die Blockchain

Für die Commerzbank beispielsweise ist Blockchain – oder allgemeiner die Distributed-Ledger-Technology – das Zukunftsthema Nummer eins. Sie werde „bei der Dokumentation und Verwaltung von Assets, Eigentumsrechten und Identitäten jeglicher Art eine große Rolle spielen – das betrifft also alle Branchen“, teilt ein Sprecher mit.

Auch der Versicherungskonzern Allianz nennt die Blockchain als wichtigste Technologie für die eigene Branche. Die Blockchain-Initiative B3i-Gruppe, in der sich eine Reihe von Versicherungen – unter anderem die Allianz – zusammengeschlossen haben, hatte im September einen nach eigenen Angaben funktionsfähigen Prototypen für eine Rückversicherung vorgestellt. Die Allianz selbst testet darüber hinaus unter anderem die Blockchain für den Einsatz als Eigenversicherungsprogramm eines Unternehmens. Als weitere wichtige Technologien werden von der Allianz in absteigender Reihenfolge Internet of Things, Drohnen, Chatbots, Big Data und künstliche Intelligenz genannt. In allen diesen Bereichen experimentiert die Allianz bereits mit den Technologien.

Bei Mercedes-Hersteller Daimler ist das Thema Zukunft unter dem Begriff CASE zusammengefasst, was für Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) steht. 3D-Druck werde bei Daimler bereits seit 25 Jahren insbesondere für Prototypen eingesetzt. „Erste, gedruckte Serienbauteile aus Kunststoff sind bereits seit 2016 im Serieneinsatz – Fokus After-Sales Mercedes-Benz Trucks, Kundensonderwünsche Daimler Buses sowie im Mercedes-Benz Classic-Bereich“, teilte ein Sprecher mit. „Bei Metallen sind die Kosten in der additiven Fertigung aktuell noch sehr hoch und das Einsatzpotential ist damit begrenzt. In unserer Kooperation mit PAG und EOS wollen wir deshalb den möglichen Serieneinsatz der 3D-Drucktechnik auf den Werkstoff Aluminium ausweiten.“

Für Autozulieferer Continental ist 3D-Druck die wichtigste Zukunftstechnologie. „Vom Ersatzteilgeschäft bis zum Fahrzeugbau könnte 3D-Druck enorme Veränderungen mit sich bringen“, schreibt ein Sprecher.

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