Software & Infrastruktur

Neuer Weltrekord: Das war der größte DDoS-Angriff aller Zeiten

DDoS-Attacken. (Grafik: Shutterstock)

Eine aktuelle Studie wirft einen Blick auf die DDoS-Attacken des vergangenen Jahres. Der wohl größte Angriff dieser Art brachte es auf 500 Gigabit pro Sekunde.

DDoS-Attacken werden größer. (Grafik: Arbor Networks)

DDoS-Attacken werden größer. (Grafik: Arbor Networks)

Studie: DDoS-Attacken werden größer

Bei einem „Distributed Denial of Service Attack“ (DDoS-Attacke) handelt es sich um eine absichtlich herbeigeführte Serverüberlastung. Diese Art des Angriffs wird bisweilen aus politischen Gründen durchgeführt – entweder um oppositionelle Kräfte zu behindern, oder als Form des Protests. Aber auch Erpresser setzen DDoS-Attacken ein, wie beispielsweise im Fall von Plentymarkets.

Als bislang vermutlich größter DDoS-Angriff galt eine Attacke, die 2013 von einem damals 16-jährigen Briten durchgeführt wurde. Sie brachte es Experten zufolge auf etwa 300 Gigabit pro Sekunde. Seit damals scheinen die Kriminellen hinter solchen Angriffen aber deutlich aufgeholt zu haben. Laut einer aktuellen Studie des Sicherheitsdienstleisters Arbor Networks könnte es der weltweit größte DDoS-Angriff auf ganze 500 Gigabit pro Sekunde gebracht haben.

DDoS-Angriffe: Deutschland ist ein beliebtes Ziel. (Grafik: Arbor Networks)

DDoS-Angriffe: Deutschland ist ein beliebtes Ziel. (Grafik: Arbor Networks)

Die größte DDoS-Attacke aller Zeiten

Im Rahmen der Studie hat Arbor Networks zum einen die eigenen Datenbestände mit Hinblick auf DDoS-Attacken auf die Kunden des Unternehmens ausgewertet, zum anderen aber auch eine Umfrage durchgeführt. Der oben erwähnte Angriff wurde von einem Teilnehmer der Umfrage gemeldet, weswegen dazu leider keine weiteren Informationen vorliegen. Grundsätzlich scheinen Angriffe dieser Art aber deutlich stärker zu werden.

Laut der Untersuchung entfielen im Jahr 2015 insgesamt 3,9 Prozent aller ermittelten DDoS-Attacken auf deutsche Ziele. Umgekehrt lag der Ursprung von 4,1 Prozent der Angriffe in Deutschland. Während früher vor allem politische Gründe für DDoS-Attacken vorlagen, scheinen heute, so die Studie, vor allem Kriminelle diese Form des Angriffs zu nutzen.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Github unter Beschuss: DDoS-Attacken sollen aus China kommen“.

via www.theregister.co.uk

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung